Astrid Swan: Musik für betrunkene Liebhaber


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Im Hause Joutseno gab es viel Musik. Vater Erkki ist Jazzer, und Tochter Astrid schrieb schon in jungen Jahren finnische Kinderlieder. Über die Songs amerikanischer Songwriterinnen wie Joni Mitchell und Tracy Chapman lernte sie dann, auch in englischer Sprache zu texten. Schließlich tauschte sie den international nicht sonderlich gebräuchlichen Familiennamen gegen ein universales „Swan“ ein. Auf ihrem opulenten Debüt „Poverina“ war Klangschamane Jimi Tenor für die Bläser- und Streicherparts zuständig, der Songwriter-Pop des Nachfolgers „Spartan Picnic“ machte sie über die Grenzen ihres Heimatlandes bekannt.

Für ihr neues Werk „Better Than Wages“ hat sie nun den Rock entdeckt. Dafür gründete sie eine eigene Band, die Drunk Lovers. „Ich war als Musikerin bereit, etwas von meiner Eigenständigkeit abzugeben und mich in einen Bandkontext zu begeben“, erklärt sie. „Ich wollte diesen Sound einer 70er-Jahre-Rockband – nur Bass, Gitarre, Schlagzeug. Diese organische Kraft, wie sie die Pretenders oder Blondie hatten.“

Jacek Slaski

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