Attacke: Wenn Fans die Stars auf der Bühne angreifen


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Robbie Williams wurde während eines Konzertes ähnlich wie Noel plötzlich von hinten geschubst. Allerdings landete Robbie nicht auf der Monitorbox sondern mitten im Publikum. Er sah den Angreifer weder kommen, noch hatte er eine Chance darauf zu reagieren. Sehr löblich für ihn, dass seine erste Sorge nach dem Wiedererklimmen der Bühne seinen Fans galt.

Keith Richards ist da weit weniger zimperlich. Als ein Fan während eines Rolling Stones-Konzertes zum Angriff überging, funktionierte Richards seine Gitarre einfach zur Waffe um – und schlägt sie dem Mann mit voller Wucht ins Gesicht. „Wenn eine Katze auf deinen Rasen kommt, musst du sie vertreiben“, erklärte er im Anschluss. 50 Cent sieht die Sache offenbar ähnlich gelassen. Als bei einem Auftritt mit seiner G-Unit ein Fan auf die Bühne sprang, schubste er ihn einfach kurzerhand zurück und macht ungerührt weiter. Wer ein harter Rapper sein will, der muss da wohl durch.

Dave Grohl hat bereits einige Erfahrung mit Angreifern auf der Bühne oder im Publikum. Bereits zu Nirvana-Zeiten gab es Prügeleien, bei denen Kurt Cobain seine Gitarre zur Waffe umfunktionierte. Grohl dagegen legte sich nicht mit einem Fan, sondern einem Security-Guard an, der offenbar einen Fan von der Bühne haben wollte. Weil der Guard nicht auf Grohl hören wollte, rastete dieser aus, schmiss seine Gitarre zu Boden und ging zum Angriff über. Ja, wer als Security-Guard für die Foo Fighters arbeitet, lebt gefährlich.

Eine ähnliche Erfahrung machte auch Glenn Danzing, Frontmann der Misfits. Nur stand er nicht mal auf der Bühne, als er sich mit dem Securtiy-Guard anlegte und eine Riesenprügelei provozierte. Jeff Tweedy von der Countryband Wilco dagegen mag keine allzu deutlichen Liebesbeweise. Als ein Fan auf die Bühne stürmte um ihm einen Schmatzer zu verpassen, reagierte Tweedy mit einem Schlag ins Gesicht.

Weit humorvoller dagegen die „Attacke“ gegen Elastica beim Glastonbury Festival 1995. Während eines Songs stürmt plötzlich ein nackter Mann auf die Bühne und tanzt zwischen der Band herum. Respekt für Elastica, die ungerührt ihre Songs weiterspielten, ohne in das Gelächter des Publikums einzustimmen. Beim Fußball hätte diese Aktion den Flitzer eine Stange Geld gekostet.

Pete Wentz von Fall Out Boy sind Fans auf der Bühne nicht unbekannt, er steht aber eher auf der Seite der Security, wie er während eines Konzertes hinreichend demonstrierte. Als ein Fan eine Rangelei mit einem der Sicherheitsleute begann, stürzte Wentz sich sofort ins Getümmel -ungeachtet des größtenteils aus Teenagern bestehenden Publikums. Ein anderer Pete, Doherty nämlich, dagegen bekam eher das Problem von zuviel Fans auf der Bühne. Er musste seinen Auftritt kurzzeitig abbrechen, da zu viele tanzende und grölende Fans ihn bestürmten. Armer Pete.