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Ausnahme-Gitarrist Paco De Lucia verstorben

Paco De Lucia ist tot. Der stilübergreifende und Generationen-prägende Gitarrist starb am Mittwoch, 26. Februar, an einem Herzinfarkt. De Lucias musikalische Heimat war die Flamenco-Gitarre, im Laufe seiner mehrere Dekaden umspannenden Karriere streckte er seine Fühler aber immer wieder auch in Richtung Jazz und Klassik aus.

In den 1960er Jahren wurde er durch eine Vielzahl an Flamenco-Alben bekannt – seine erste Veröffentlichung war „Dos Guitarras Flamencas en stereo“ mit Ricardo Modrego im Jahr 1964. 24 Studioalben sind bis heute von De Lucia erschienen, neben Solo-Arbeiten auch Kollaborationen mit Larry Coryell, seinem Bruder Ramón de Algeciras und im legendären Trio mit John McLaughlin und Al Di Meola.

Geboren wurde Paco de Lucia  am 21. Dezember 1947 als Francisco Sánchez Gómez in der spanischen Provinz Cádiz. Der Flamenco war ihm in die Wiege gelegt: Sein Vater Antonio Sánchez war Flamenco-Gitarrist, zwei seiner Brüder Sänger. Gitarrespielen war von einem jungen Alter an auch Pflicht. Antonio Sánchez forderte von ihm schon früh eine Übungspraxis von mehreren Stunden täglich – das ging soweit, dass der Vater seinen Sohn aus der Schule nahm.

Für den Flamenco war er essenziell: „Die meisten Flamenco-Fans können die Geschichte der Musik entweder ‚Vor Paco‘ oder ‚Nach Paco‘ zurückverfolgen“, schrieb die „Jazz Times“ einmal über den Gitarristen. Er wird genreübergreifend als einer der wichtigsten und prägendsten Gitarristen in Erinnerung bleiben.

Paco DeLucia verstarb im Alter von 66 Jahren.

Sehen Sie hier ein Video von „Mediterranean Sundance“ von Paco De Lucia gemeinsam mit John McLaughlin und Al Di Meola:


Coldplay: Geschichte einer enttäuschten Liebe

Was ist nur aus dieser Band geworden, die einmal so treffend den „Trouble“ nach der verloren gegangenen Liebe besang, sich in die Gehirnwindungen eines Wissenschaftlers vergraben konnte, das erbarmungslose Verstreichen der Lebenszeit in eine grelle Klavier-Tanz-Nummer überführte und den Titel eines ihrer kürzesten und schönsten Songs dem goldenen Mantra eines Kultbuchs für Nerds und Studenten entlieh? Ich muss zugeben, dass ich an Coldplay verzweifle. Ich kann nicht begreifen, wie es möglich sein kann, dass vier doch recht begabte Typen, die einen Haufen unsterblicher Lieder geschrieben haben, plötzlich aufgehört haben, Musik zu machen. Oder wenigstens Musik, die berühren will. Wie sensibel…
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