Benedict Cumberbatch tanzt gerne zu Techno


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In vielen seiner Rollen, etwa als moderner Sherlock Holmes, Computer-Erfinder Alan Turing oder im Marvel-Spielfilm „Dr. Strange“, verkörpert Benedict Cumberbatch (45) den weltabgewandten Sonderling. Ein preisgekrönter Schauspieler, der auch sonst eher in der Hochkultur unterwegs ist. Doch nun bekennt der 45-Jährige, dass Rave und Techno seine Uni-Zeiten geprägt haben. „Ich war viel in Clubs“, sagte er der „New Musical Express“ (NME) zum Start seines neuen Films „The Power of the Dog“

Bereits als Teenager der 1990er ließ er sich von Britpop mitreißen. In der klassischen Oasis-oder-Blur-Frage bekennt er sich klar zu Blur. Beim Schauspielstudium an der Victoria University in Manchester driftete er ins dortige Club-Universum ab. Er war Stammgast und passionierter Tänzer bei der wöchentlichen Acid-House-Nacht „Havok“.

Seine regelmäßigen Festival-Besuche führten in weiter hinein in die Popwelt. Mit Radiohead ist er gut befreundet, seit Gitarrist Jonny Greenwood (der bei der Filmmusik von „The Power of the Dog“ dabei ist) und Thom Yorke nach einer – eher missglückten – Hamlet-Aufführung im Londoner Barbican-Kulturzentrum in seiner Garderobe auftauchten. Doch statt einer Debatte über Shakespeare-Stücke, murmelte Yorke „Wir sind wirklich große Sherlock-Fans …“ Eine absurd lustige Situation. Alle standen herum und schauten auf ihre Schnürsenkel, so Cumberbatch.

Auch zu Nick Cave gibt es eine entsprechende Anekdote, die sich während einer Charity-Lesung berühmter Brief-Manuskripte abspielte. „Er ist der coolste Typ der Welt. Ich schätze ihn über alles“, so Cumberbatch, der Caves gedehnten australischen Akzent imitierte, um dessen Unsicherheit bei einer Passage des Science-Fiction-Schriftstellers H.G. Wells zu beschreiben. „Ich sagte ihm nur, er solle einfach er selbst bleiben. Was dann auch passierte. Es war wie im Film: H.G. Wells, furios verkörpert von Nick Cave.“