Bernhard Brink rudert nach Kritik an Karl Lauterbach zurück


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Nachdem Bernhard Brink bei einem Auftritt zu einem Rundumschlag gegen Karl Lauterbach und Wladimir Putin ausgeholt hatte, ist er nun zurückgerudert – zumindest teilweise. Der von ihm erhobene Vorwurf, der Gesundheitsminister würde der Bevölkerung Angst machen, sei nicht haltbar: „Natürlich gehört es zu den Aufgaben eines Gesundheitsministers, auf Gefahren hinzuweisen. Insofern ist meine Aussage eine spontane, der Emotion geschuldete Zuspitzung, die ich so nicht wiederholen würde“, so Brink gegenüber „t-online“.

Brink über Lauterbach: „Der regt mich so auf“

Bei der Aufzeichnung der „Schlagernacht des Jahres“ in der Berliner Waldbühne rief der 70-Jährige den 18.000 Zuschauern zu: „Dieses Scheiß-Corona, und wenn ich diesen Lauterbach immer sehe, der regt mich so auf. Was ist denn da los? Affenpocken, Corona, das geht mir auf den Sack“. Dem Online-Magazin „schlager.de“ soll der Musiker zudem gesagt haben, man solle mal aufhören, Angst zu machen.

Geschwätz von gestern soll nie gefallen sein

Als das Gespräch auf Wladimir Putin gelenkt wurde, zitierte ihn das Portal mit den Worten: „Was tut dieser Mensch anderen Menschen an? Warum werden da nicht nur militärische Ziele angegriffen, sondern auch Zivilisten erschossen? Auch wenn die anderen natürlich genauso schuld sind, wenn ich mir die Vergangenheit so ansehe. Aber der Auslöser ist Putin.“

Auf Nachfrage von „t-online“, wen er mit „die anderen“ meine und warum diese schuld an dem Krieg seien, hat Brink diesen Teil seiner Aussage jedoch dementiert: „Das von Ihnen aufgeführte Teilzitat über die ‚Schuld der anderen‘ habe ich nicht gesagt“, und weiter: „Klar ist, und das habe ich auch gesagt, dass Putin allein verantwortlich für den Angriffskrieg und damit für die Gräueltaten ist“. Auf der Waldbühne hatte Brink den russischen Präsidenten als „dieses kleine Arschloch“ tituliert – ihn solle „beim Kacken der Schlag treffen“.

Spontane Tirade wird nicht ausgestrahlt

Nun erklärte der Sänger, dass es sich um spontane Aussagen gehandelt habe: „Es war mitten in einem langen Arbeitstag gegen 18 Uhr. Ich hatte bereits vorher einen Auftritt in Magdeburg und am späten Abend noch ein Konzert mit Band in Eisenhüttenstadt“, so Brink. Zu sehen bekommen werden die Zuschauer der „Schlagernacht des Jahres“ die Tiraden Brinks ohnehin nicht. Das bestätigte der „rbb“ gegenüber „schlager.de“: „Wer in den letzten Jahren die Aufzeichnung schaute, weiß: Jegliche Dialoge der Künstler während ihrer Auftritte werden ohnehin rausgeschnitten“, so der Sender.