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Bobby Conn: Exklusive Videopremiere – „Hollow Men“

So sieht es aus, wenn Bobby Conn, ein Glam-König des amerikanischen Undergrounds, auf einen Protagonisten des New Queer Cinema trifft, Bruce LaBruce. Man filmt Eiskunstläufer in einer Eishalle am Timmendorfer Strand. Aber es steckt viel mehr dahinter.

„Hollow Men“ basiert auf einer Idee des Conn-Freundes Jonathan Johnson, der T.S. Eliots Gedicht „The Hollow Men“ im Sinn hatte, und in dem es um die Verlierer der Wirtschaftskrise der 1920er-Jahre geht: Menschen ohn Zukunft, „hollow men“, streunen durch die Straßen. Ein Thema, wie geschaffen für Bobby Conn, der zuletzt mit seinem Album „Macaroni“ (2012) über seine USA sang, in dem Massenarbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit zunehmen.

Die Revolte

Verfrachtet nach Deutschland: In dem Video sehen wir eine Frau, die ihren Traum von einer Eiskunstläuferin-Karriere hartnäckig verfolgt, und ihre Etappen werden mit realen Ereignissen wie dem Kerrigan/Harding-Olympiaskandal vermischt wie mit Inspirationen durch Wagners Lohengrin – und einem wie gewohnt in Adidas-Sportswear auftretenden Conn.

Kooperation

Nach eigener Aussage verstehe er den Dichter Eliot noch immer nicht, aber: „Das Verlangen zu tanzen zählt. Die Revolte.“

Die Single (limitiert auf 300 Exemplare) sowie eine Special Edition – ein 7“-Adapter aus Messing, eine umgedrehte Dollarpyramide, deren Spitze ins Pentagon rast, umrandet von zwei Statuen der ägyptischen Göttin Isis, einem Schwan, einem Schlittschuh und einer Eisenstange –  erscheint am 28..4. bei Sounds of Subterrania.  B-Seite „At The Bijou“ ist Conns Ode an das erste Schwulenkino Amerikas, eröffnet 1970 in Chicago.

Bobby Conn – Hollow Men

 


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