Bond-Girl Ursula Andress rechnet mit 007-Machern ab


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Ursula Andress im weißen Bikini, die mit selbstsicherem Blick dem Meer entsteigt: Diese Szene aus „James Bond: 007 jagt Dr. No“ prägte die Bond-Reihe nachhaltig und machte die Schauspielerin selbstverständlich zu einer Film-Ikone. Ihr folgten zahlreiche Bond-Girls, doch nicht alle dürften so in Erinnerung bleiben.

Mehrfach wurde Andress in Umfragen zum beliebtesten Bond-Girl gewählt (zuletzt von „Empire“). Aber für die 86-Jährige ist das alles ziemlich wertlos. Und das ganz buchstäblich. Andress ist sauer auf die Produzenten der Reihe, weil sie sich um ihren verdienten Lohn betrogen fühlt.

Im Interview mit „Bild“ sagte sie: „Ich mag nicht mehr über Bond reden. Ich bin enttäuscht und vor allem sauer auf die Bond-Macher. Die haben durch mich über Jahrzehnte Millionen kassiert. Aber ich habe nie eine Anerkennung bekommen. Kein Danke, keinen Cent extra, nicht mal einen Strauß Blumen.“

Ursula Andress wurde in der Schweiz geboren, lebt inzwischen in Rom

Die Schauspielerin erhielt 1962 für ihre Rolle der Honey Ryder etwa 10.000 US-Dollar. Ein kümmerlicher Verdienst, wenn man bedenkt, dass der Film 60 Millionen US-Dollar einnahm und zu einem Hit wurde, der die langlebige Reihe begründete und bis heute einer der profitabelsten ist.

Andress sieht ihre Leistung dabei durchaus verkannt: „Sean und ich haben damals toll gespielt. Wäre der erste Bond kein Erfolg geworden, hätte es keinen weiteren Film gegeben. Ich weiß, dass Sean das genauso sah.“

Sie danke den Fans für die große Anerkennung in all den Jahren. Aber: „Ich bin müde von Bond und will mich nicht weiter damit beschäftigen.“

Venturelli Getty Images