ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Bowie eröffnet die Glam-Rock-Ära! Lennon wird erschossen! 50 Ereignisse, die den Rock’n’Roll veränderten – Teil 2

>>> Galerie: 50 Ereignisse, die den Rock’n’Roll veränderten: 1967-1982.

8. Dezember 1980: Der Traum ist aus – John Lennon wird vor dem New Yorker Dakota erschossen

Den Abend des 8. Dezember 1980 verbrachte Produzent John Douglas mit John Lennon und Yoko Ono in einem New Yorker Studio, wo sie an Onos neuer Single „Walking On Thin Ice“ arbeiteten: „Am Montagabend schien alles im Kasten zu sein und wir feierten ein bisschen.“ Lennon war recht aufgekratzt und erzählte, er wolle ein paar Songs für Ringo Starr schreiben und aus den übrig gebliebenen Tracks aus den Sessions für „Double Fantasy“ ein weiteres Album machen. „Am nächsten Tag wollten wir ‚Thin Ice‘ mastern“, sagte Douglas.

„Das Letzte, was ich von John hörte war: ‚Bis morgen früh in aller Frische.‘“ John und Yoko verließen das Studio gegen halb elf und fuhren zurück zum Dakota, einem feudalen Wohnblock an der Ecke 72. Straße und Central Park West, wo sie seit neun Jahren lebten. Kurz vor elf stiegen sie aus der Limousine.

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Als sie unter einem Torbogen hindurchgingen, der in den Hof des Dakota führte, rief ein junger Mann namens Mark David Chapman: „Mr. Lennon!“, zog einen Revolver Kaliber 38 und schoss fünf Mal auf Lennons Rücken. Vier Kugeln trafen Lennon, der sagte: „Ich wurde getroffen“, ein paar Stufen hinaufstolperte und dann zusammenbrach. Nach der Ankunft im Roosevelt Hospital wurde John Winston Lennon für tot erklärt. Er war 40 Jahre alt geworden.

Die Nachricht von der Ermordung des früheren Beatles verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Hunderte Fans versammelten sich vor dem Krankenhaus und dem Dakota, manche in Pyjama, Bademantel und Hausschuhen. Menschen weinten, hielten Feuerzeuge in die Luft oder sangen „All My Loving“.

Am nächsten Tag gab Yoko Ono eine Presseerklärung heraus, in der es hieß: „Es wird keine Trauerfeiern für John geben. John liebte die Menschen und betete für sie. Bitte betet ebenso für ihn. In Liebe, Yoko und Sean.“ Am Sonntag, dem 14. Dezember, sollte eine Mahnwache stattfinden. Die Beteiligung an dieser und vielen weiteren letzten Ehrerweisungen weltweit ging in die Millionen: 30000 in Liverpool, 2000 in Chicago, 4500 im „Red Rocks Amphitheatre“ in Denver, mehrere Tausend in Melbourne. Der größte Trauerzug versammelte sich in Lennons Wahlheimatstadt New York. An einem kalten Winternachmittag um 14 Uhr hielten 100 000 Fans zehn Schweigeminuten im Central Park ab. Danach wurde über Lautsprecher „Imagine“ gespielt.

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Led Zeppelin: Robert Plant spielt zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder „Immigrant Song“

Led-Zeppelin-Fans brauchen vor allem eine Tugend: Geduld. In Originalbesetzung hat die Band seit ihrem Reunion-Konzert „Celebration Day“ vor 12 Jahren nicht mehr gespielt.  Seitdem sind die Rocker eher mit Rechtsstreitereien und alten Drogengeschichten als mit neuer Musik in den Schlagzeilen. Nun aber Grund zur Freude für alle treuen Fans. Bei einem Konzert auf dem „Secret Solstice“-Festival in Reykjavik spielte Robert Plant zum ersten Mal seit 1994 eine Version von „Immigrant Song“. Die isländische Hauptstadt hatte Plant 1970 zu dem Lied inspiriert. „Dank eurer Kultur bekam ich vor vielen Jahren die Inspiration für diesen Titel“, so Plant zum Publikum, nachdem er eine kurze…
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