Brian Johnson: Nach Malcolms Abgang hörte das AC/DC-Herz auf zu schlagen


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„The Lives of Brian“ heißt, mit einem ironischen Twist zum Monty-Python-Kultfilm „Das Leben des Brian“, die soeben erschienene Biographie von AC/DC-Sänger Brian Johnson, die am 26. Oktober als „Die Leben des Brian: Die Autobiografie“ auf Deutsch erscheint.

In seinen Erinnerungen reflektiert Johnson (auch) über den Abgang 2014 und den Tod von Urgestein Malcolm Young im Jahr 2017. Er räumt ein, dass mit der Trennung Youngs auch das Herz der Band „aufgehört hat zu schlagen“.

Rückblick: Im April 2014 hatte das AC/DC-Management verkündet, dass Young „aus gesundheitlichen Gründen eine Pause von der Band einlegen“ würde. Zu dieser Zeit waberten nur wenige Details über die Art von Youngs Erkrankung durch die weltweiten Fan-Foren.

Abstruse Gerüchte über den Gitarristen überschwemmten das Internet. Später erfuhr die Öffentlichkeit aus offiziellen AC/DC-Kreisen, dass bei Young eine Demenzerkrankung diagnostiziert worden war.

„Als Malcolm AC/DC 2014 verließ, hörte das Herz der Band auf zu schlagen“, erinnert sich Johnson in seinen Memoiren. „Bis heute vermisse ich ihn mehr, als ich das jemals in Worte fassen könnte. Er hat nie eine Gelegenheit ausgelassen, uns zu pushen. Ob es nun um unsere musikalischen Skills oder das Wohlbefinden jedes einzelnen Crewmitglieds gegangen ist. Keine Ahnung, wie er das immer geschafft hat.“

Der Sänger ließ durchblicken, dass Young „seine Dämonen hatte. DOCH er hat sie besiegt, und er hat sie gut besiegt.“

Was die handwerklich-technische Seite anbetrifft, schreibt Johnson, gab es keinen besseren Rhythmusgitarristen als Young. „Meisterhaftes Gitarrenspiel!!. Hinter diesem Power-Sound steckte eine Subtilität, die viele Musikkritiker nie verstehen konnten“, so Johnson. „Als ich auf der Bühne rechts von ihm stand, konnte ich den Mann immer nur bewundern. Ich behielt jedoch meine Bewunderung meist für mich: Er war halt nicht der Typ, der gerne Komplimente annahm.“

Young verstarb am 18. November 2017. „Er ist gerade 64 Jahre alt geworden, als ihn die Demenz, gegen die er seit Jahren ankämpfte, endgültig übermannte“, erinnert er sich. „Ein wirklich furchtbarer Tag“ Danach nahm bekanntlich Stevie Young, der Neffe von Malcolm, seinen Platz bei AC/DC ein.