Brillante Schauspieler, berührende Szenen: „Der Tag wird kommen“ von Marcus Wiebusch

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Brillante Schauspieler, berührende Szenen: „Der Tag wird kommen“ von Marcus Wiebusch

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Keine Ausreden! Sie finden Videoclips langweilig? Okay, denn dies ist kein Videoclip, sondern ein Kurzfilm. Sie mögen deutsche Rockmusik nicht so gern? Nicht schlimm, denn dies ist nicht einfach nur ein Rocksong, der sich viel Sprachwucht vom HipHop borgt, es ist eine Kampfansage: für die Freiheit, gegen die Bornierten, für Toleranz, gegen Homophobie (nicht nur im Fußball). Kurzum: „Der Tag wird kommen“ von Marcus Wiebusch muss man sehen.

Mehr als 1.000 Leute fanden das schon, bevor der Film überhaupt gedreht war: Er wurde über Crowdfunding finanziert, statt der angestrebten 30.000 kamen mehr als 54.000 Euro zusammen. Die hat Regisseur Dennis Dirksen perfekt genutzt: Was die Zeilen erzählen, zeigen die Bilder direkt und doch nicht banal, mit Nachdruck, aber auch mit sehr viel Feingefühl.

Brillante Schauspieler, berührende Szenen. „Geschichte ist Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“, singt Wiebusch – und zeigt durchaus auch Verständnis dafür, dass sich bisher noch kein aktiver Fußballer geoutet hat: „Du bist dann der Erste, der Homo, der Freak/ Es gibt dann keinen, der in dir nur noch den Fußballer sieht/ Aber ja, es wird besser, und der Tag ist in Sicht … / Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern/ Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still/ Ein Tag, als hätte man gewonnen/ Dieser Tag wird kommen.“ Es gibt viele Gründe dagegen, und nur einen entscheidenden dafür: Es wird sich nie etwas ändern, wenn keiner damit anfängt.

Das Video:

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