Bruce Dickinson: Derber Wutanfall wegen Fan-Verrücktheit


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Auf Witzchen mit Olympischen Fackeln oder sonstigem Pyro-Gerät ist Bruce Dickinson, seines Zeichens Frontmann der britischen Metalband Iron Maiden, gar nicht gut zu sprechen. Das hat aktuelle Gründe.

Während eines Konzerts im Rahmen ihrer Europa-Tour (die Stadion-Auftritte Köln, Stuttgart und Berlin sind bereits „durch“) in Athen (16. Juli) zündete eine (nicht näher bekannte) Person im Publikum eine Pyro-Fackel. Diese auch unter Fußball-Ultras gebräuchlichen Feuerstäbe entwickeln bekanntlich eine große Hitze. Die früher unter der Bezeichnung „bengalisches Licht“ laufenden Pyro-Elemente können zwischen 1500 und 2500 Grad Celsius erreichen. Hochofen-Temperaturen also.

Kein Wunder, dass Dickinson (63) nicht sonderlich amüsiert war, als er das grelle Glühen beim Vortrag des Maiden-Songs „Number of the Beast“ in den dicht gepackten Publikumsreihen erspähen musste. „Geht’s NOCH!?“ entfuhr es ihm mit einer Geste in Richtung des Höllenfeuers. „Ein Vollarsch mit einer Fucking-Fackel!“

Diesen Schmähsatz baute er anfangs in den Original-Songtitel ein; worauf das griechische Publikum kollektiv auflachte. Doch als die Fackel anfing, Funken zu sprühen und wie wild zündelte, war Dickinson nicht mehr zu Scherzen aufgelegt. Er ließ den Songtext einen Songtext sein – und feuerte eine Breitsätze an derben Flüchen gegen den Pyromanen: „Ich muss hier oben singen! Du griechischer Scheißkerl. Ich muss hier singen, oder etwa nicht …? Fuck you!“

Die Fackel tobte noch eine Weile inmitten der Menge, als ein wutschnaubender Dickinson die Bühne zu verlassen schien. Wollte er wirklich für den Rest der Athener Nacht nicht mehr singen? Classic Rock“ berichtet jedenfalls von seiner Rückkehr auf Bühne. Der Rest des Sets verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Iron Maiden befinden sich derzeit mitten in der Europa-Etappe ihrer „Legacy of the Beast“-Mission. Die Tour durch Nordamerika beginnt am 7. September in Mexico City und endet am 27. Oktober in Tampa, Florida.