Hat Bruno Mars Taylor Swift gedisst? Ein Abstieg in den Wahnsinn

Mars besteht darauf, dass „hier nur Liebe herrscht“ – doch Spuren im Stan-Internet werfen Fragen über einen angeblichen Like unter einem Post auf, der Swift als „talentlos“ bezeichnet.

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Im Pop gibt es kaum etwas Gefährlicheres, als den Zorn der Swifties auf sich zu ziehen. (Man frage nur Jack White.) Bruno Mars scheint das so gut zu wissen, dass er sich genötigt sah, einer möglichen Empörungswelle zuvorzukommen – ausgelöst durch einen vermutlich gefakten Bait-Post, der ihn angeblich beim Dissen seiner Popkollegin zeigt.

Der Tumult brodelte letzten Freitag in einem entlegenen Winkel des Stan-Internets hoch, als ein Account namens Pop Faction behauptete, Beweise dafür zu haben, dass Mars einen Post geliked hatte, der Taylor Swift als „talentlos“ bezeichnete. Der ursprüngliche Post schlug kaum Wellen – aber auf X, wo Empörung das höchste Gut ist, sammelte eine Aggregation des Accounts PopFlop über 11.000 Likes.

Genau dort sah sich Mars offenbar zum Klarstellen gezwungen und schrieb in den Kommentaren: „Taylor war mir gegenüber immer unterstützend und freundlich. Hier herrscht nur Liebe. ❤️.“

Mars dementiert – irgendwie

Manche werden das lesen und denken: „Das reicht mir, ich muss dem nie wieder einen Gedanken widmen.“ Völlig legitim. Unwissenheit ist schließlich ein Segen. Andere hingegen könnten sich fragen: „Moment mal – Mars hat eigentlich gar nicht bestritten, diesen Post geliked zu haben.“

Und an jene neugierigen Seelen richten wir uns jetzt: Lasst uns gemeinsam hinabsteigen in das Spiegelkabinett der Online-Pop-Stan-Empörungsökonomie – wo das Falsche real ist, das Reale falsch, wo Wahrheit zur Fiktion wird und Fiktion womöglich einen Funken Wahrheit enthält. Ein Ort, an dem letztlich nur eines zählt: genug Leute aufzubringen, damit jemand mit diesem Schrottinhalt ein paar hundert Dollar durch Klicks, Aufrufe und Kommentare verdient.

Bei näherer Betrachtung wirkt das Ganze wie ein schlampig zusammengeschusterter Hoax. Der ursprüngliche „anstößige“ Post, der Swift als „talentlos“ bezeichnete, wurde dem offiziellen BTS-X-Account zugeschrieben. Die Popgruppe hat natürlich nichts dergleichen gepostet. Und wenn doch, wäre das wohl deutlich explosiver gewesen als ein Like von Mars. (Wie mehrere eingefleischte Online-Kenner außerdem anmerkten, stammte der „talentlos“-Post ursprünglich von einem völlig anderen Stan-Account, der Swift tatsächlich kritisierte.)

Pepe-Silvia-Territorium

Doch dann wird die Sache merkwürdig – und gerät möglicherweise in Pepe-Silvia-Territorium – dank eines Beweisstücks, das die wackeren Leute von PopFlop ins Spiel brachten. Wie sie in den Antworten auf ihre eigene Aggregation feststellten, war der Post mit dem BTS-Branding zwar offensichtlich gefälscht, aber er war ursprünglich nicht von Pop Faction geteilt worden, sondern von einem dritten Account namens BopBase (Eigenbeschreibung: „your best source for all parody culture related entertainment“).

Es war ein Instagram-Reel von BopBase, das den gefakten „talentlos“-Post enthielt – und den Mars angeblich geliked hatte. Ein von PopFlop geteiltes Bildschirmaufnahme-Video scheint dieser These tatsächlich eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen, genug für PopFlop, um Mars‘ angeblich belastendes Like als „real and verified“ einzustufen.

ROLLING STONE hingegen konnte das – leider – nicht bestätigen. Stand heute Morgen, dem 16. März im Jahr des Herrn 2026, ist der Instagram-Account von BopBase auf mysteriöse Weise deaktiviert.

Der Fall bleibt offen

Es versteht sich natürlich von selbst, dass dies angesichts allem, was sonst noch in der Welt passiert, die definitiv wichtigste Geschichte des Tages ist – wenn nicht der Woche, des Monats oder gar des Jahres. Nur die Zeit wird es zeigen. In jedem Fall versprechen wir, an diesem Fall dranzubleiben, bis er gelöst und alle Schuldigen ins Khia Asylum verbannt sind. Wer Informationen hat, die bei der Lösung von „The Mystery of Did Bruno Mars Throw Shade at Taylor Swift?“ helfen könnten, möge sich bitte an tips@rollingstone.com wenden.

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil