Bundesvision Song Contest 2015: So zeigten die Künstler Flagge gegen Rechts

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Bundesvision Song Contest 2015: So zeigten die Künstler Flagge gegen Rechts

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Bei der elften Ausgabe des Bundesvision Song Contest am Samstag (29. August) ging es diesmal nicht ausschließlich um die Musik – einige der 16 Acts nutzten die Medienpräsenz, um ein Zeichen gegen Rassismus und Hetze gegen Flüchtlinge zu setzen.

„Circus Halligalli“-Moderator Klaas Heufer-Umlauf trat mit seiner Band Gloria für Bremen auf und erreichte mit dem Song „Geister“ nur den neunten Platz – dafür war sein Auftritt mit Bandkollege Mark Tavassol ein besonders einprägsamer, weil lustiger Moment in der Show. Zwei Minuten trat die Band im Dunkeln auf, dann wurde die Bühne mit Scheinwerfern erleuchtet und sechs Blasmusiker im Stile des berühmt-berüchtigten „Lichtenhagen-Nazis“ traten auf die Bühne – im Deutschland-Trikot und mit bepinkelter Jogging-Hose. 1992 machte sich ein rechtsradikaler Rostocker in diesem Aufzug selbst zur Spottfigur, als er den Hitlergruß zeigend vor einem brennenden Asylbewerberheim im Stadtteil Lichtenhagen fotografiert wurde. Das Video zum Auftritt von Gloria beim BuviSoCo gibt es hier zu sehen.

Auch die Donots, die mit dem Song „Dann ohne mich“ für ihr Bundesland Nordrhein-Westfalen antraten, wandten sich mit erhobenen Mittelfingern gegen die „sogenannten besorgten Bürger und rechtsradikalen Wichser“. Das Lied verurteilt rechtsradikales Gedankengut und Nationalstolz und kam bei dem Publikum gut an – die Band erreichte damit den zweiten Platz.

Ferris MC (Kandidat für Hamburg) und Madsen (Niedersachsen) gingen etwas subtiler vor – sie trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Refugees Welcome“.

Der Gewinner des Abends wurde Mark Forster, der mit seinem Song „Bauch und Kopf“ überzeugen konnte.

Alle Songs der Kandidaten des Bundesvision Song Contest 2015 können Sie hier noch einmal hören. Die Punktevergabe im Überblick:

1. Mark Forster (Rheinland-Pfalz): „Bauch und Kopf“
2. Donots (Nordrhein-Westfalen): „Dann ohne mich“
3. Yvonne Catterfeld (Thüringen): „Lieber so“
4. Madsen (Niedersachsen): „Küss mich!“
5. Radio Doria (Sachsen): „Sehnsucht Nr. 7“
6. Glasperlenspiel (Baden-Württemberg) „Geiles Leben“
7. Namika (Hessen): „Hellwach“
8. Ewig (Brandenburg): „Ein Geschenk“
9. Gloria (Bremen): „Geister“
10. Jeden Tag Silvester (Schleswig-Holstein): „Dein Glück“
11. Lary (Nordrhein-Westfalen): „Bedtime Blues“
12. PerDu (Saarland): „Lange nicht getanzt“
13. Ferris MC (Hamburg): „Monstertruck“
14. 3viertelelf (Sachsen-Anhalt): „Mona Lisa“
15. Buddy Buxbaum (Mecklenburg-Vorpommern): „Termin im Park“
16. Wunderkynd (Bayern): „Hallo, Hallo“

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