„Bunga Bunga“ und Deodorant: Teresa Präauer über Poledance

Am Anfang steht das Aufwärmen: Sit-ups, Liegestütz, Dehnungen. Es ist so hart und streng, dass man damit rechnet, hier auf den Überlebenskampf während einer Polarexpedition vorbereitet zu werden. Wenn man nämlich auf der Erdkugel ganz hinauf in den Norden fährt und hernach dann, auf der Direttissima, wieder ganz hinunter in den Süden: dann sieht man die Pole. Dass die Pole durch eine Achse direkt verbunden sind, die der Mensch sich denkt, um die Rotation der Erdkugel zu imaginieren, liegt auf der Hand. Diese Achse ist eine Stange aus Metall, an der man sich festhalten, hinaufklettern und herunterrutschen kann. Und weil sie die beiden Pole verbindet, nennt man sie: Pole-Stange, übersetzt: Stange-Stange. Insofern, nämlich von Süd bis Nord und wieder retour, ist die Akrobatik auf der Stange etwas Weltbewegendes.

Während man sich hält, mit den Beinen, den Füßen, den Händen, den Achseln, den Kniekehlen und so weiter, dreht man sich mit der Welt mit in einem Wirbeln und Kreisen. Und was zwischen Oben und Unten, zwischen Himmel und Hölle sich finden kann in einem Leben, hält sich daran fest, hängt, stößt sich ab, schlägt an, grätscht, greift um, rutscht ab, klettert wieder hoch.

Es gibt, angefangen bei der Erfordernis des Aufwärmens, nur ein paar wenige Unterschiede zwischen dem Stapfen durch Nacht und Eis und dem Training in einem Studio irgendwo in Europa, Amerika, Australien und wo auch immer dieser Sport mittlerweile praktiziert wird: Man tut es, im Unterschied zu Fridtjof Nansen, ganz ohne Schlittenhund – und beinah ohne Kleidung.

Wider die Erdanziehung

Schlichten Gemütern erschließt sich die Notwendigkeit der spärlichen Bekleidung bei Poledance, Pole-Fitness oder Pole-Arts aus der visuellen Erfahrung, die sie sich in Nachtclubs und Stripteaselokalen gerne angeeignet hätten. Tatsächlich ist es so, dass die nackte Haut für die Reibung und den Halt an der Stange verantwortlich ist: um der Erdanziehung ein Schnippchen zu schlagen. Weder helfen dabei notwendigerweise High Heels noch Netzstrümpfe noch glitzernde Pasties mit Quasten.



Eine Zeitreise durch die Geschichte der Beatles: 50 Jahre das „Weiße Album“

50 Jahre sind vergangen seit der erstmaligen Veröffentlichungen des zehnten Albums der Beatles. Bekannt als „Weißes Album“, ursprünglich publik gemacht mit dem Titel „The Beatles“. Und das ganz ohne Cover-Bild. Bloß ihren Namen prägten die Beatles ein. Ein genialer Schachzug, ein drastischer Stilwechsel im Vergleich zu dem nur ein Jahr zuvor erschienenen, genauso legendären Album: Das Cover von „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ quillt ja bekanntlich über vor lauter Details und versteckter Botschaften. Das Album, das diesen November Geburtstag feiert, wurde zu entsprechendem Anlass neu aufgearbeitet, groß aufgemacht und am 09. November als Reissue neu veröffentlicht. Deshalb gehört den…
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