CD-Verkäufe zum ersten mal seit 2004 wieder angestiegen


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Diese Meldung liest sich wie aus dem Archiv: Die CD-Verkäufe sind wieder angestiegen. Zum ersten mal seit 2004. Allerdings schreiben wir nicht die „Nuller“-Jahre, sondern 2022. Ein Rückblick in graue Vor-(Smartphone-)Zeit.

Rückgang der Verkäufe nach Ipod-Markteinführung

Wie wäre es mit einer witzigen Statistik? Laut Billboard sind die CD-Verkäufe (erinnern Sie sich noch?) zum ersten Mal wieder gestiegen, seit jeder, den Sie kennen, seinen ersten iPod bekommen hat. Den ohne Touchscreen, versteht sich.

Im Jahr 2021 stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr also um 6,3 Prozent auf insgesamt 108,98 Millionen. Diese Zahl lag über den 102,48 Millionen verkauften Einheiten aus dem Jahr 2020.

Wie konnten die CD-Verkäufe denn jetzt plötzlich wieder steigen? Zu Verdanken haben wir das Adele, Taylor Swift und BTS. Adele verkaufte im Jahr 2021 fast 900.000 CDs und erinnerte damit an die guten alten 90er. Was Swift betrifft, so verkaufte „Fearless“ ca. 263.000 CDs, „Red“ 237.000 – und das im Dezember 2020 erschienene „Evermore“ 213.000. Das kann sich verkaufstechnisch mehr als sehen lassen.

K-Pop rettet die (CD-)Welt

K-Pop-Wunder BTS verkaufte ebenfalls äußerst stark: 210.000 Exemplare von „Map of the Soul: 7“ und 187.000 Einheiten von „Be“, gingen dabei sprichwörtlich über die Theke. Falls hier noch irgendein Millenial mitlesen sollte, Disney-Newcomerin Olivia Rodrigo hat mit ihrem Debütalbum „Sour“ ganze 195.000 CDs an die Kund*innen gebracht.

Zum Vergleich: Das letzte mal, als CD-Verkaufszahlen weltweit anstiegen, waren MP3-Player der Shootingstar unter den Mobile Devices, Blink-182 hatten sich noch nicht aufgelöst und und der AIM-Messenger von AOL war das bevorzugte Online-Kommunikationstool.

Für 2022 ist also alles möglich. Vielleicht gibts ja noch ein Comeback der Laserdisc? Das wäre doch mal was!