City-Schlagzeuger Klaus Selmke ist tot


Seine Band City zählte zu den bekanntesten Bands der DDR, mit ihr schrieb Klaus Selmke deutsche Musikgeschichte. Nun ist der Schlagzeuger im Alter von 70 Jahren gestorben. Selmke litt an einem Klatskintumor, einem bösartigen Geschwulst an der Leber – das berichtet „Bild“. Selmke wurde zum Zeitpunkt seines Todes in der Charité Berlin behandelt. Gegenüber der Zeitung bestätigte City-Sänger Toni Krahl den Tod seines Kollegen. „Wir sind momentan noch sprachlos. Unser Drummer Klaus Selmke ist heute um 14 Uhr verstorben“, so der Musiker. Die Band verleiht ihrer Trauer auf ihrer Facebook-Seite mit schwarzem Banner und Profilbild Ausdruck.

Gründungsmitglied von City

Gemeinsam mit dem Gitarristen Fritz Puppel gründete Selmke 1972 im Ost-Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg die City Band Berlin, die um drei weitere Mitglieder (Ingo Döring, Frank Pfeiffer und Andreas Pieper) erweitert wurde und schon bald einige Besetzungswechsel durchmachte. Später änderte die Band den Namen in City. City veröffentlichten 1975 ihre erste Single „Der Spatz“ über das staatliche DDR-Label Amiga. Drei Jahre später feierten sie mit dem Titeltrack des Albums „Am Fenster“ ihren größten Erfolg. In der BRD hieß der Longplayer nicht „Am Fenster“, sondern schlicht „City“. Die Single soll sich bis heute über zehn Millionen Mal verkauft haben. Etliche Alben folgten. Zuletzt veröffentlichte die Band 2019 das Live-Album „Candlelight Spektakel – Live in Sachsen“.

City waren sowohl in der DDR als auch in der BRD bekannt und durften auch im Westen auftreten, was für Ost-Bands eher eine Ausnahme war.

Kollegen trauern

Wie berichtet, drückten einige Weggefährten und Kollegen des Musikers ihre Anteilnahme aus. „Ich zittere am gesamten Körper. Klaus war einer der sympathischsten und schlausten Musiker, die ich je kennenlernen durfte“, so die Managerin der DDR-Band Karat, Adele Walther.

Auch Peter Meyer von Puhdys trauert: „Er war einer der sehr guten Kollegen“, so der Musiker.


„Über Musik zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen“ - wer hat es wirklich gesagt?

Musikjournalismus steht seit jeher unter dem Verdacht, eine schöne Sache mit kleinteiligen Gedanken und allzu subjektiven Kritiken kaputt zu machen. Das sehen wir natürlich anders und schreiben leidenschaftlich weiter. Dennoch gibt es ein Bonmot, das diese grundsätzliche Vorhaltung gegenüber dem Schreiben und Sprechen über Musik in Worte packt: „Über Musik schreiben ist wie über Architektur tanzen - eine ziemlich dumme Idee.“ Erst am Samstag (24. August) war es wieder öfter zu lesen, in einigen Memes zum 65. Geburtstag von Elvis Costello. https://www.facebook.com/TitelThesenTemperamente/photos/a.140070936029067/2320305611338911/?type=3 Tatsächlich wird immer wieder behauptet, dass Elvis Costello diesen Satz 1983 in einem Interview gesagt haben soll. Konkret:…
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