Cyndi Laupers Ehemann wegen sexueller Übergriffe auf Sohn verklagt

Eine Jane Doe, die Declyn Lauper bereits 2024 wegen eines angeblichen Angriffs verklagt hatte, wirft David Thornton vor, die gegen sie verübte Gewalt ermöglicht zu haben.

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David Thornton, Schauspieler und Ehemann von Cyndi Lauper, sieht sich in New York City mit einer Zivilklage konfrontiert, die im Zusammenhang mit Vorwürfen des sexuellen Übergriffs gegen den gemeinsamen Sohn Declyn Lauper steht.

Die Klage, die ROLLING STONE vorliegt, wurde von einer anonymen Jane Doe eingereicht, die Declyn Lauper einen „brutalen sexuellen Übergriff“ im November 2020 vorwirft. Es handelt sich offenbar um dieselbe Jane Doe, die Lauper bereits 2024 wegen sexueller Nötigung verklagt hatte – die in beiden Klageschriften geschilderten Vorfälle sollen sich am 9. November 2020 in einer Wohnung in der Thompson Street im New Yorker Stadtteil SoHo zugetragen haben. Die frühere Klage gegen Lauper sollte im vergangenen Jahr in eine Mediation gehen, doch kurz vor dem Termin meldete Lauper Insolvenz nach Chapter 7 an.

Die neue Klage wirft Thornton vor, die „gegen [Doe] gerichtete, geschlechtsmotivierte Gewalt“ seines Sohnes Declyn Lauper „ermöglicht zu haben“. Thornton habe Lauper die Wohnung, in der der angebliche Angriff stattfand, „ohne angemessene Aufsicht oder Einschränkungen“ überlassen – und das, obwohl er von „den früheren sexuellen Übergriffen seines Sohnes gegen Frauen“ gewusst habe.

Klage gegen Thornton

Ein Sprecher Thorntons reagierte auf die Anfrage von ROLLING STONE zunächst nicht, ebenso wenig wie der Anwalt von Jane Doe.

Laut Klageschrift soll Declyn Lauper Doe in die Wohnung „eingeladen“ und ihr rund 60 Dollar für die Anreise geschickt haben. Nach ihrer Ankunft seien sie und Lauper „über eine sexuelle Handlung“ in Streit geraten, die Declyn von ihr verlangt habe. Doe habe daraufhin „auf einem Verlassen der Wohnung bestanden… weil sie sich unwohl fühlte“.

Declyn soll Does Handy an sich genommen haben, um sie am Gehen zu hindern, und gedroht haben, es zu zerbrechen, „wenn sie ihm keinen Oralverkehr leiste“. Anschließend soll er „Jane Doe jedes Mal auf sein Bett gestoßen haben, wenn sie versuchte, sein Schlafzimmer zu verlassen“. Beim dritten Mal soll Declyn sie festgehalten haben, während Doe darum bat, losgelassen zu werden. Er soll sich geweigert haben und „ihr Genital gewaltsam über Jane Does Mund gedrückt haben, während Jane Doe ihn warnte, sie würde ihn beißen“.

Doe soll „seine Genitalien behutsam mit den Zähnen berührt haben, um ihn von sich wegzubewegen“. Daraufhin soll Lauper sein Körpergewicht auf Does Kopf und Nacken verlagert und sie ins Bett gedrückt haben. Er soll sie erst losgelassen haben, als beide „ein Knackgeräusch aus ihrem Nacken und der oberen Wirbelsäule hörten“.

Vorwürfe und Vorgeschichte

Lauper soll Doe als „Bitch“ und mit dem N-Wort beschimpft und „erklärt haben, dass ihm niemand glauben würde, wenn sie je erzählte, was gerade vorgefallen sei“. Nach dem Verlassen der Wohnung habe Lauper sie angerufen und gesagt, „er bedauere, was er ihr gerade angetan habe“. Er soll mehrfach versucht haben, sie zu kontaktieren, doch Doe „weigerte sich, ihn wiederzusehen“.

Um den Fall gegen Thornton und sein angebliches Wissen um das Verhalten seines Sohnes zu untermauern, verweist die Klage darauf, dass Laupers Ex-Freundin Brittney Taylor – Teilnehmerin der Sendung „Love & Hip-Hop: New York“ – ihn 2018 öffentlich der häuslichen Gewalt, körperlichen Misshandlung, Freiheitsberaubung und Drohungen mit der Veröffentlichung intimer Aufnahmen beschuldigt hatte. (Ob Lauper auf diese Vorwürfe je reagierte, ist unklar; ein Anwalt Laupers antwortete auf die Anfrage von ROLLING STONE zunächst nicht.)

Die Klageschrift führt zudem zwei weitere Konflikte Laupers mit dem Gesetz an: eine Verhaftung im Jahr 2022 wegen des Diebstahls eines Autos vor der Gedenkfeier für einen Rapper – in diesem Fall bekannte er sich letztlich schuldig – sowie Waffen- und Drogenvorwürfe aus dem Jahr 2024 im Zusammenhang mit einer Schießerei. Auch dort plädierte er auf schuldig und wurde Anfang des Monats zu einem Jahr vorläufiger Bewährung sowie einer Suchtbehandlung verurteilt.

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil