Spezial-Abo

Das Rock’n’Roll-Model wird 40: Happy Birthday, Kate Moss!

Bobby Gillespie dürfte das nicht gefallen haben: Während des Auftritts von Primal Scream beim Glastonbury-Festival 2008 hatten die Zuschauer weniger Blicke für ihn auf der Bühne übrig, als für diejenigen, die am Bühnenrand standen und zusahen. Darunter das Supermodel Kate Moss. Verborgen hinter einer Sonnenbrille, fast regungslos. Es hatte den Anschein, als spielten Primal Scream hier zum Wohlwollen einer Königin. Wer an das Glastonbury-Festival denkt, das bedeutendste der Welt, dem fällt seitdem zuerst das beschissene Wetter ein, der Matsch. Dann der Matsch an den Stiefeln. Dann Kates Gummistiefel. Trotzdem sah das irgendwie toll aus. Kann sie denn nie etwas falsch machen?

Von allen Supermodels, die in den frühen Neunzigern zu Reichtum und Berühmtheit aufstiegen, zählte die Londonerin Kate Moss zu den cooleren. Sie redete kaum, ließ sich selten interviewen, rauchte immer und hatte eine Vorliebe für schmutzige Typen wie Pete Doherty und Johnny Depp. Claudia Schiffer wollte man nicht immer reden hören, Cindy Crawford sah zu amerikanisch aus und war für Fitness-Übungen; Naomi Campbell wollte man nicht treffen, weil sie nach fünf Minuten immer jedem, der unter ihr steht, eine ballert. Kate Moss dagegen beherrschte den Auftritt, sie trat nicht ein einziges mal daneben. Selbst als die britische Boulevardpresse vor einigen Jahren ein Foto von ihr veröffentlichte, auf dem es so aussieht, als würde Moss Kokain schnupfen, tat sie das einzig Richtige: Sagte nichts dazu. Wenig später wurden die polizeilichen Ermittlungen aufgrund mangelnder Beweise abgeschlossen. Moss, die ihre Karriere im Alter von 14 begann, als sie – der Legende nach – an einem Flughafen von einem Scout angesprochen wurde, ist ein National Treasure Englands. Bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in London 2012, wo die Briten jeden verfügbaren Star auf die Bühne bringen wollten, erhielt sie ihren eigenen Auftritt.

Kate Moss ist heute mit dem The-Kills-Musiker Jamie Hince zusammen, zuvor mischte sie bereits in der Industrie mit, war auf Alben von Oasis und Primal Scream vertreten. Für das Babyshambles-Album „Shotter’s Nation“ schrieb sie mit ihrem ehemaligen Liebhaber Pete Doherty sogar einige gemeinsame Songs. Ihren bisher besten Auftritt hatte Moss im Video „I Just Don’t Know What To Do With Myself“ von Jack White. 2010 war das, und es scheint, je älter sie wird, desto begehrter wird sie nun auch in der Musikwelt. In dem Clip mit dem Fantasie-anregenden Titel sieht man das Model etwas gelangweilt durch einen dunklen Raum tanzen, sich später an einer Pole-Dance-Stange reiben. Danke für die Denkanschübe.



Jan Böhmermann kehrt überraschend aus der TV-Pause zurück

Jan Böhmermann ist zurück: Der Entertainer wird Ende April im ZDF erneut die Chance bekommen, jungen Menschen die düsteren Seiten des digitalen Fortschritts aufzuzeigen. Wie der Sender bekannt gab, wird es eine weitere Ausgabe von „Lass dich überraschen!“ geben. Im November hatte es zuletzt eine Folge der mitunter erschreckenden Show gegeben, bei der Teilnehmer im Studio mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert werden, die über sie im Netz zu finden sind. Natürlich gibt es kaum jemanden, bei dem sich nicht irgendeine Peinlichkeit finden lässt, was Oberlehrer Böhmermann auch genüsslich kommentiert. Beim jungen Publikum kommt das Format sehr gut an: Die letzten Sendungen…
Weiterlesen
Zur Startseite