David Bowie: Diese Neuauflage hält einige Überraschungen bereit


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In diesem November jährt sich zum 50. Mal die Veröffentlichung von Bowies Album „The Man Who Sold The World“. Pünktlich zum Jubiläum bringt das Plattenlabel Parlophone Records das Werk in einer Neuauflage heraus – unter einem Titel, der zunächst neu klingt, in Wirklichkeit aber dem ursprünglichen Wunsch Bowies entspricht.

Neuer alter Titel: Bowies durchkreuzte Pläne

Bowie hatte eigentlich vor, sein drittes Studioalbum „Metrobolist“ zu nennen. Dieser Titel sollte eine Hommage an „Metropolis“ sein, den futuristischen Stummfilm von Fritz Lang aus dem Jahr 1927.

Kurz vor der Veröffentlichung in den USA hatte Mercury Records das Album jedoch ohne Rücksprache mit Bowie in „The Man Who Sold the World“ umbenannt. Aus diesem Grund wird die bevorstehende Neuauflage – ganz in Bowies einstigem Sinne – unter dem Namen „Metrobolist“ erscheinen.

Ein Cover mit besonderer Bedeutung

In ästhetischer Hinsicht bleibt die neue Version der ursprünglichen treu: Das Cover zeigt ein Comic-artiges Bild des Künstlers Mike Weller. Es ist nahezu identisch ist mit der Aufmachung, die Weller bereits für das ursprüngliche Album entworfen hatte.

Über die Kunstwerke Wellers sagte Bowie im Jahr 2000: „Mick Weller hat diese Art von sehr subversiv anmutendem Zeichentrickfilm entwickelt und einige sehr persönliche Dinge eingefügt. Das Gebäude im Hintergrund der Karikatur war in Wirklichkeit das Krankenhaus, in dem sich mein Halbbruder umgebracht hatte. Daher hatte es für mich eine sehr persönliche Resonanz.“

Bisher ungesehene Bilder von Bowie im Kleid

Wer jedoch das Booklet der neuen Platte auseinanderfaltet, wird etwas ganz Besonderes sehen: Bisher unveröffentlichte Fotos von Bowies berühmtem Shooting mit Keith MacMillans in Haddon Hall. Bowie hatte sich damals von Rossettis Gemälden inspirieren lassen und den Gothic-Fotografen gebeten, ihn im Kleid in seinem Gutshaus abzulichten.

Das wohl bekannteste Bild dieses Shootings zeigt Bowie in weiblich assoziierter Pose auf dem Sofa. Es schmückte schon die Cover der UK-Version des Albums und späterer Neuauflagen. Es war in Bowies Sinne, das Album in Zusammenhang mit den Kleid-Fotos herauszubringen. Dagegen wehrte sich zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung jedoch abermals das Plattenlabel Mercury Records. Sie wollten keine CD veröffentlichen, auf deren Cover der Musiker sich in Damenmode präsentiert.

Neu und zugleich näher am Original

Die Titel auf „Metrobolist“ wurden vom Original-Produzenten Tony Visconti alle überarbeitet. Einzige Ausnahme: Der Titel „After All“, den Visconti bereits als perfekt erachtete.

Die Neuauflage wird auf 180 Gramm schwarzem Vinyl sowie auf limitierten, nummerierten goldenen und weißen Vinyl-Editionen gepresst. Darüber hinaus wird das Album auch digital verfügbar sein.

Ein stetig wachsendes Archiv

„Metrobolist“ ist die neueste in einer Reihe von Bowie-Archiv-Veröffentlichungen. In diesem Jahr erschienen bereits „ChangesNowBowie“ mit neun bisher unveröffentlichten Stücken aus einer Akustik-Session in New York im Jahr 1996, die erste kommerzielle Veröffentlichung des Live-Albums „LiveandWell.com“ aus der „Earthling“-Ära und „Something in the Air“, ein Live-Album, das einen Auftritt in Paris im Jahr 1999 festhält. Außerdem erscheint am 18. September eine limitierte Vinyl-Wiederauflage von Bowies 1975er Album „Young Americans“.


David Bowie: Es gibt eine neue Theorie zu seinem Song „Lazarus“

Mary Anne Hobbs ist eine englische DJ und Musikjournalistin, die zurzeit die „6 Music-Show“ im BBC Radio moderiert. Am Dienstag erzählt sie in ihrer Morgensendung von einer Entdeckung, die sie in einem Buchladen gemacht hat – und äußert einen Verdacht. Sie ist damit nämlich David Bowies Inspiration zu „Lazarus“ auf die Schliche gekommen, glaubt sie. „Lazarus“ ist einer der letzten Songs, die der Musiker veröffentlicht hat. Er ist Teil des „Blackstar“-Albums, das nur wenige Tage vor Bowies Tod im Jahr 2016 erschienen ist. In dem mysteriösen Video zum Song sehen wir Bowie mit einem weißen Verband um die Augen. Hier…
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