Depeche Mode: Unsinn – Wir sind NICHT das Aushängeschild der Alt-Right-Rechten!

Depeche Mode: Unsinn – Wir sind NICHT das Aushängeschild der Alt-Right-Rechten!

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Depeche Mode haben die Behauptung zurückgewiesen, sie würden sich als Aushängeschild der Alt-Right-Bewegung eignen. Richard Spencer, ein Anführer der amerikanischen, unter Neo-Nazis beliebten Gruppierung, sagte, dass Depeche Mode „die offizielle Band der Alt-Right-Bewegung sind.“ Sie seien, so Spencer, keine „typische Rockgruppe.“ Die Musiker stünden für existenzielle Angst, Schmerzen, Sadismus, Horror, Dunkelheit. Zwar nutze die Band „kommunistische Ästhetik“ wie im Album „A Broken Frame“, aber es gebe auch „ein faschistisches Element.“

Die drei Briten haben derartige Verbindungen prompt zurückgewiesen. Ein Sprecher der Band teilte dem amerikanischen ROLLING STONE mit: „Depeche Mode haben keinerlei Verbindung zu Richard Spencer oder Alt-Right, und sie unterstützen sie auch nicht.“

Zum „Esquire“ sagte ein Sprecher weiterhin: „Das ist eine ziemlich lächerliche Behauptung.“

Depeche Mode im neuen ROLLING STONE: Gegen Rechts

Wie Dave Gahan in der Titelgeschichte des neuen ROLLING STONE unmissverständlich klar macht, setzen die Musiker sich klar gegen Nationalismus ein. Der Sänger kritisiert etwa den neuen US-Präsidenten Donald Trump, der in der Alt-Right-Bewegung nicht nur hohes Ansehen genießt, sondern von den Rechten auch im Wahlkampf unterstützt wurde – eine Hilfe, die Trump nicht eindeutig zurückwies.

https://youtu.be/jsCR05oKROA

„Acht Jahre lang bemühte Obama sich um Annäherung an Länder des Nahes Ostens. Und Trump wischt das alles mit einem Mal weg. Aber die Erde wird auch weiter existieren, wenn es uns alle nicht mehr gibt“, sagt der 54-Jährige in unserer Titel-Story.

„Spirit“ wird daher nicht nur das 14. Studio-Album von Depeche Mode sein – sondern auch ihr bis heute politischstes. Songs wie „Where’s The Revolution“ rufen dazu auf, gegen jede Art von Extremismus und Fanatismus zu protestieren

ROLLING STONE im März 2017 – Titelthema: Depeche Mode

Kritik: Depeche Mode in Berlin – Spirit bis zum Schluss

März 2017, Depeche Mode veröffentlichen ihr Album „Spirit“, das Aufbegehren gegen Trump, ein von Fans vielleicht erhofftes, so aber von der Band noch nie gehörtes, deutliches Statement gegen Rassismus und Faschismus. Der Wahl-New-Yorker Dave Gahan machte damals in Manhattan, The Donald war frisch vereidigt, Promo für die Platte, und am Briten vorbei marschierten die Protestler gegen den US-Präsidenten, durch die Straßen am Battery Park. Die Leute schrien gegen Trump an. Auch Gahan empörte sich gegen den Popanz, der das Einwanderungsland Amerika gegenüber Menschen aus Ländern des Nahen und Mittleren Ostens abschotten wollte. Eineinhalb Jahre später ist alles noch so dringlich…
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