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Der Getriebene – zum Tod des großen Schauspielers Philip Seymour Hoffman

Man hatte ihn 1992 übersehen  in „Der Schein-Heilige“, einer ebenso überdrehten wie sentimentalen Komödie mit Steve Martin, nicht bemerkt als Assistent von Al Pacino in „Der Duft der Frauen“ im selben Jahr und als Polizist im Winter in „Nobody‘s Fool“ (1994) neben Paul Newman. Nun erkannte man ihn, vielleicht an einem müden Fernsehabend, in dem Katastrophenfilm „Twister“ von 1996. Und natürlich – das unglückliche Faktotum in Burt Reynolds‘ mittelständischem Porno-Betrieb in „Boogie Nights“ war auch Hoffman. Und in „The Big Lebowski“ spielte er wieder einen etwas seltsamen Domestiken am Rande. In Todd Solondz‘ „Happiness“ (1998) hatte er dann eine unheimliche Präsenz als ekliger anonymer Anrufer, der Schreckliches anrichtet: ein Monster, das zum wimmernden Häuflein Selbstmitleid wird. Mehr als 20 Filme hatte Hoffman gedreht, als die große Karriere begann.

Am 23. Juli 1967 wurde Philip Seymour Hoffman in Fairport, Rochester im nördlichen New York geboren, und an der Tisch School For The Arts an der New York University wurde er ausgebildet. Er gehörte zu den Gründern der „LAByrinth Theater Company“ und spielte in O‘Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ und Shakespeares „Othello“, in Tschechows „Möwe“ und Sam Shepards „True West“ – alles Teil einer soliden amerikanischen Theater-Ausbildung, aber auch von gestalterischen Ambitionen, aus der Karrieren wie die von Willem Dafoe oder William H. Macy hervorgingen. In „Die Geschwister Savage“ sieht man ein wenig von den Härten des Off-Theaters, und als Kritiker ist Hoffman da gnadenlos. Er hatte die Mittel dazu, Hollywood-Stars an die Wand zu spielen – stattdessen illuminierte er eher ihre Darstellungen: Seine kleine Rolle in Anthony Minghellas „Der talentierte Mr. Ripley“ konterkariert den gefährlichen Frohsinn von Jude Law und die Blässe von Matt Damon; in „Magnolia“ unterstreicht er (wieder als Pfleger) die Leistung von Jason Robards, in „Makellos“ hat er die dankbarere Rolle, stiehlt Robert de Niro aber nicht alle Szenen – und in „Mission: Impossible III“ (2006) ist sein Schurke zwar sehr cool, aber Hoffman versucht nicht, Tom Cruise in dessen Vehikel die Schau zu stehlen.



Bon Scott: Die tragische Todesursache des AC/DC-Sängers

Ronald Belford „Bon“ Scott wurde am 9. Juli 1946 im schottischen Forfar geboren, bevor er mit seiner Familie nach Australien auswanderte. Damit teilte er eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Young-Brüdern, doch bis er sie kennenlernte, vergingen einige Jahre. Als Schlagzeuger und Sänger arbeitete er in diversen Bands an seinem Ruf in der australischen Musikszene. 1974 war es schließlich soweit: Bon Scott ersetzte Dave Evans als Sänger von AC/DC. Mit AC/DC zum Weltruhm Scotts Ex-Frau Irene Thornton berichtete nach dem Tod des Musikers von seiner ersten Begegnung mit seiner zukünftigen Band. Im August 1974 kamen AC/DC nach Adelaide und spielten dort im…
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