Der Maschinist – Vance Powell. Folge 4 der Serie „Die Zukunft der Musik“


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Buddy Guy, Seasick Steve, Wanda Jackson vertrauen ihm, Jack White lässt ihn praktisch alle seine Platten machen: Vance Powell ist der Mann für den guten, alten, analogen Klang. In einer Zeit, in der jeder Trommelschlag per Tastenbefehl geradegerückt werden kann, schwört der Chief Engineer der noblen Blackbird Studios in Nashville auf seine Bandmaschinen. Jede zweite Indie-Band nimmt zwar heute wieder auf analoger Acht-Spur auf, doch nur wenige haben das Geheimwissen, markt- und mainstreamfähige Platten zu machen, ohne den digitalen Versuchungen zu erliegen.

„Früher lohnte es sich für die Firmen, große Budgets in einzelne, hochbegabte Künstler zu investieren“, sagt Powell, „heute zahlen sie wenig Geld für mittelmäßige Talente und lassen den Rest im Studio richten.“ Powell dagegen will nicht edieren, sondern den Moment einfangen – ganze Takes, echte Performances, wie früher. 2007 bekam er den Grammy für das Raconteurs-Album „Consolers Of The Lonely“, seither ist das Auftragsbuch voll. „Die Leute wollen von mir das Know-how analoger Aufnahmetechnik“, sagt er, „oder zumindest, dass ich es auf den digitalen Prozess der Musikproduktion übertrage.“ 

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is Ende Februar präsentieren wir täglich Charaktere, die in Sachen Musik in Zukunft den Ton angeben können – euphorische Knallköpfe, schlaue Newcomer, Leute hinterm Scheinwerfer.

Bisherige Folgen aus „Die Zukunft der Musik“:

1. Die Prinzessin – Coco Sumner
2. Das Regie-Duo – Radical Friend
3. Die jungen Wilden – Ladle Fight


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