Jack White fehlen fast die Worte für die 7 Meter hohe goldene Trump-Statue
Der sonst so wortreiche Musiker brachte kaum einen Satz heraus, als evangelikale Pastoren die Statue auf einem Trump-Golfplatz in Miami enthüllten.
Jack White hat erneut sein Unverständnis gegenüber jenen zum Ausdruck gebracht, die Donald Trump buchstäblich vergöttern – mit einem Instagram-Post über eine neue, 7 Meter hohe goldene Statue des Präsidenten.
Die Statue wurde kürzlich im Trump National Doral Golf Club in Miami eingeweiht, unter der Leitung des evangelikalen Pastors Mark Burns. Wie so vieles in Trumps Welt war das Ereignis geradezu komisch reich an Ironie und Heuchelei – schließlich hat die Bibel einiges zu sagen über die Anbetung falscher Götzen, ganz zu schweigen von der Geschichte mit dem goldenen Kalb.
White, der katholisch aufgewachsen ist und die jüdisch-christliche Theologie gut kennt, hat das alles natürlich registriert. Während seine Tiraden gegen den Präsidenten sonst oft ausufernde Abhandlungen sind, fiel dieser Kommentar ungewöhnlich knapp aus. Auf Instagram schrieb der Musiker: „Das Frustrierendste am modernen amerikanischen Leben ist der Versuch, Menschen zu verstehen, denen es nicht mal WICHTIG ist, dass sie keinen Sinn ergeben.“
Burns verteidigt die Statue
(Burns seinerseits bestand auf X darauf, die Statue sei „kein goldenes Kalb“, und fügte hinzu: „Wir beten den Herrn Jesus Christus an, und ihn allein. Diese Statue hat nichts mit Anbetung zu tun. Es geht um Ehrerbietung.“)
Whites Kritik an der goldenen Trump-Statue folgt nur wenige Wochen, nachdem er den Präsidenten dafür angegangen war, sich in einem berüchtigten KI-generierten Bild mit Jesus zu vergleichen. „Wie kann irgendein sogenannter Christ ihn nach dieser Blasphemie noch unterstützen?“, fragte White. „Wie kann irgendein Katholik hinter ihm stehen, nachdem er den Charakter ihres Papstes mehrfach angegriffen hat? Wie konnten so viele Millionen Menschen auf diesen Schwindler hereinfallen?“
Jenseits seines allgemeinen Unmuts über den Präsidenten ist White musikalisch umtriebig: Er trat zuletzt bei Coachella auf und war bei „Saturday Night Live“ zu Gast. Den Großteil des Sommers und Herbsts wird er auf Tour verbringen – eine kurze Nordamerika-Tour ist für Juli geplant, eine längere Tournee startet am 18. September in Cincinnati, Ohio.