Der Rolling Stone Wochenrückblick: Die wichtigsten Ereignisse auf einen Blick

Die Welt trauert um Michael Jackson. So wurden die BET Awards in Los Angeles am Wochenende spontan in eine Tribut-Feier für den King of Pop umgewandelt. Auch seine Schwester Janet Jackson sprach dort zum ersten Mal nach seinem Tod über ihren Bruder. Vater Joe Jackson nutzte die Gelegenheit dagegen, um Werbung für sein neues Label zu machen.

Vielleicht wusste er aber da auch schon, dass sein Sohn ihn in seinem letzten Willen nicht bedacht hatte. Jacksons Testament begünstigt nur seine Mutter, Katherine Jackson, und verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen. Auch die Vormundschaft für seine Kinder überträgt Michael seiner Mutter. Diese hatte schon von einem Gericht eine vorläufige Vormundschaft zugesprochen bekommen.

Doch auch die Geldgeier haben sich bereits positioniert. So will der Konzertveranstalter AEG Live, der für Jacksons Comeback-Tour verantwortlich war, nun im Besitz von etwa 100 Minuten Sound- und Audiomaterial sein. Genug für zwei komplette Live-Alben. Schließlich habe Jackson ja auch noch nie ein Live-Album gemacht. Die alten Platten des King of Pop erleben dafür ein regelrechtes Charts-Revival. Weltweit stürmt Michael Jackson eine Woche nach seinem Tod die Hitparaden und füllte teilweise die kompletten Top 10 der Amazon und iTunes-Charts.

Die genaue Todesursache des King of Pop ist dagegen immer noch unklar. Eine erste Autopsie ergab keine eindeutigen Ergebnisse. Klar ist, dass Michael Jackson offenbar ein starkes narkotisches Schmerzmittel im Blut hatte. Weitere Tests, darunter auch ein Toxikologie-Test, sollen jetzt Klarheit schaffen. Mittlerweile gibt es auch Spekulationen, ob der Sänger süchtig nach Medikamenten war.

Ebenfalls unklar ist, ob AEG Live den Verlust der Rückerstattung der Tickets für Michael Jacksons geplante Comebacktour überleben wird. Offenbar plant der Konzertveranstalter jetzt stattdessen, für einige Termine Gedenkkonzerte für den Verstorbenen abzuhalten. Einer hat sich schon mal freiwillig gemeldet: Justin Timberlake will Medienberichten zufolge ein paar der Konzerte als Tribut an Michael Jackson übernehmen.

Die erste große Gedenkfeier für den King of Pop soll dagegen am Dienstag (7. Juli 2009) in Los Angeles stattfinden. Zuvor war eine geplante Abschiedsfeier für Michael Jackson auf der Neverland Ranch an den benötigten Genehmigungen gescheitert. Für die Gedenkfeier nächste Woche soll es 11.000 kostenlose Tickets geben. Natürlich werden auch Fernsehteams vor Ort sein.

Obwohl Michael Jackson nicht mehr lebt, dreht die Welt sich weiter. Und so gab es auch vereinzelt andere Newsthemen. So soll aus der ehemaligen File-Sharing-Website The Pirate Bay jetzt eine legale Musikdownloadseite werden. Die vier Gründer der Homepage verkauften die Seite an die schwedische Software-Firma Global Gaming Factory X AB. Diese plant nun einige Neuerungen, will aber den Geist von The Pirate Bay erhalten.

Offensichtlich nachtragend ist wohl Mariah Carey. Nachdem sie Eminem bereits in ihrem Song „Obsessed“ disste, macht sie sich nun im zugehörigen Video auch noch über den Rapper lustig. Der schweigt sich seltsamer weise zu dem Thema völlig aus. Weniger verschwiegen ist dagegen Johnny Depp. Der verriet in einem Interview, das ihm davor graue, sich seine eigenen Filme anzusehen. Macht ja auch nichts, dafür ist das Publikum da.

Ein großes Publikum dürfte den Pixies sicher sein. Zum 20. Jubiläum ihres Albums „Doolittle“ kommen Black Francis und Co. nämlich auf Europa-Tour. Auch in Deutschland legt die Band einen Stopp ein. Einen kleinen Abstecher machte am Wochenende auch Paul McCartney. Als Neil Young beim Glastonbury-Festival auftrat, gesellte sich der Ex-Beatle spontan dazu. Gemeinsam mit Young performte er den Beatles-Klassiker „A Day In Life“.

Ebenfalls ein Gaststar ist Bob Dylan- und zwar auf dem neuen Album der Beastie Boys. Laut MC Ad-Rock ist der Rockpoet ein so großer Fan des Trios, dass er für „Hot Sauce Committee Pt. 2“ einige Samples beisteuerte.

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