Diana Ross kannte homosexuelle Bedeutung von „I’m Coming Out“ nicht


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Diana Ross soll nicht um die Bedeutung ihres Welthits „I’m Coming Out“ aus dem Jahr 1980 gewusst haben – zumindest wenn man den Worten von Chic-Gründer Nile Rodgers, der das Lied einst mitproduzierte, Glauben schenken darf.

So sei der Supremes-Sängerin damals nicht bewusst gewesen, dass es bei dem Song insgeheim um ein homosexuelles Outing ging.

In einem Interview mit der „New York Post“ erzählte der Musikproduzent von seiner Zusammenarbeit mit der Motown-Sängerin sowie seinem Chic-Kollegen Bernard Edwards. Gemeinsam hatten sie Ross‘ legendäres Album „Diana“ produziert, was mit Hits wie „Upside Down“ oder auch dem ebenso populären „I’m Coming Out“ zu dem erfolgreichsten Album ihrer Karriere werden sollte.

Es war das erste Mal, dass wir für einen Star produzierten. Nicht nur irgendein ein Star, sondern DEN Star“ sagte Rodgers und erzählte davon, wie schwierig es war, eine Platte zu schreiben, die den Post-Disco-Sound der Zeit einfing.

Von Midtown zu Motown

Die Idee für Ross zweite Singleauskoppelung „I’m Coming Out“ kam Rodgers, nachdem er eine Gruppe von Diana-Ross-Imitatoren auf der Toilette des GG’s Barnum Room, einem New Yorker Transgender-Club in Midtown Manhattan, begegnete.

„Auf einmal ging in meinem Kopf ein Licht an“, erinnerte sich Rodgers. „Ich musste nach draußen gehen und Bernard von einer Telefonzelle aus anrufen. Ich sagte zu ihm: ‚Bernard, bitte schreib diese Worte auf: ‚I’m coming out‘. Und dann erklärte ich ihm die ganze Situation.“ 

Ross selber sei von Anfang an begeistert gewesen von dem Song. Auch mit den Lyrics, die sie als ermutigend und bestärkend empfand, konnte sie sich identifizieren. Den Subtext hätte sie jedoch nie ganz verstanden. „Sie begriff nicht, dass es da um eine schwule Sache ging. Dass da eine Person sprach, die sagte: ‚Ich gebe mich als homosexuell zu erkennen’“, so Rodgers.

Diana Ross: „I’m Coming Out“


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