Michael Jackson: Die 10 besten Coverversionen
Die besten Coverversionen von Michael-Jackson-Songs: von Mariah Carey bis Alien Ant Farm, ausgewählt von ROLLING STONE.
Mariah Carey, „I’ll Be There“
Mariah Carey knüpft an die kindliche Reinheit der klassischen Nummer-eins-Ballade der Jackson 5 an. Gleichzeitig macht sie den Song ganz zu ihrem eigenen. Ihre spätere Wiederholung dieser Performance wurde 2009 zu einem der bewegendsten musikalischen Momente bei Jacksons Beerdigung.
David Ruffin, „I Want You Back“
Die Version des rauchig-rauen Temptations-Sängers ersetzt Jacksons jugendliche Energie durch nackte Verzweiflung. Nachdem Ruffin 1991 an einer Kokainüberdosis starb, beteiligte sich Jackson maßgeblich an den Kosten seiner Beerdigung.
Gloria Gaynor, „Never Can Say Goodbye“
Das Original der Jackson 5 ist ein bittersüßer Ausdruck jugendlicher Liebe und eine Demonstration der unendlichen Nuancen von Sehnsucht, die Jackson aus der Silbe „ooh“ holen konnte. Gaynors Disco-Neuinterpretation setzt ganz auf körperliche Leidenschaft – und füllt bis heute jede Tanzfläche.
Willie Nelson, „She’s Out Of My Life“
Die theatralischste Ballade aus Jacksons Solokarriere wurde von stimmgewaltigen Sängern wie Josh Groban gecovert. Doch „She’s Out Of My Life“ ist zugleich verletzlich und intim, und Nelsons sanfter, nachdenklicher Vortrag passt perfekt dazu.
Caetano Veloso, „Billie Jean“
Der ikonische brasilianische Musikrebell Veloso erfindet „Billie Jean“ als sanfte Samba-Ballade neu. Zugleich verknüpft er den Song mit der Geschichte des globalen Pop, indem er Fragmente von den Beatles’ „Eleanor Rigby“ und dem brasilianischen Stück „Nega Maluca“ einbaut.
The Embarrassment, „Don’t Stop ‘Til You Get Enough“
Diese Indie-Rock-Band aus Kansas coverte Jacksons Disco-Hit mit treibender Wucht und rumpeliger Funk-Energie. Sechs Minuten lang zerlegen sie den Song – als würde Lou Reed auf einer College-Party Body-Rock tanzen.
Miles Davis, „Human Nature“
Jazzmusiker lieben diese wunderschöne „Thriller“-Ballade – von Smooth-Saxofonist George Howard bis zum experimentellen Pianisten Vijay Iyer. Davis’ direkte Interpretation überragt sie alle, weil sie Jacksons atmende Intimität bewahrt.
Sugar Minott, „We’ve Got a Good Thing“
„We’ve Got a Good Thing Going“ ist eine eher unscheinbare B-Seite, die später auf Jacksons zweitem Soloalbum von 1972 landete. Minott, vom Reggae-Crooner zum Dancehall-Pionier geworden, verleiht dem Song eine völlig neue, raue Kante.
Chaka Khan, „Got To Be There“
Jacksons erste Solo-Single war ein von Cembalo geprägtes Bekenntnis süßer Hingabe. Khan dreht die Lautstärke hoch und verwandelt den Song in eine jazzige, heisere Interpretation, die in eine Reihe klimaktischer hoher Töne mündet – deutlich anzüglicher als das Original.
Alien Ant Farm, „Smooth Criminal“
Eine Nu-Metal-Version des bedrohlichsten Tracks von „Bad“, die die Synthesizer der Achtziger in Gitarrenbombast der 2000er übersetzt. Diese kalifornischen Jungs trafen jedes „Annie, are you OK“ und landeten ihren einzigen Hit. Jacksons Genie hob alle Boote.