Die 50 besten deutschen Alben. Aufruf zur Wahlbeteiligung.


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Musik gilt als universelle Sprache, warum also sich auf ein Land beschränken? Weil vieles, was in diesem Land produziert wurde, traditionell nicht auftaucht in den diversen Bestenlisten. Teilweise zu Unrecht, wie wir finden. So entstand die Idee, mit einer breit aufgestellten Jury von Leuten aus allen Bereichen (Auflistung siehe unten) zu ermitteln, was bleibt aus vier Dekaden deutscher Popkultur. Denn eine Pop-Liste ist es überwiegend geworden, trotz vereinzelter Nennungen alter Schlager und Liedermacher. Einige wollten oder konnten nicht teilnehmen, doch am Ende kann sich die Jury absolut sehen lassen.

Die Ergebnisse zeigen: Es gibt einen großen popmusikalischen Grundkonsens in diesem Land. So werden die Errungenschaften der experimentellen Krautrock-Elektronik und der Hamburger Schule wie immer am höchsten bewertet. Nur ein Nischendasein führt dagegen der Deutschrock: kein Westernhagen, keine Platte von Bap etc. pp. Wenig Nominierungen gab es auch im Bereich des sogenanten Ost-Rock. Feeling B, Silly und andere wurden selten genannt, trotz der Teilnahme mehrer ostsozialisierter Experten.

Genau deshalb wollen wir Sie – unsere Leserschaft – nun darum bitten, uns mitzuteilen, was denn die besten Platten aus den heute noch immer so genannten „Neuen Bundesländern“ sind. Wir wollen Sie bitten und aufrufen, uns eine Liste mit den 20 wichtigsten Platten „des Ostens“ an die Mailadresse leserbriefe@www.rollingstone schicken (oder dieses Formular wählen). Als Betreffzeile bitte „Die wichtigsten Platten des Ostens“ angeben. Unter allen Einsendern, die uns unter Angabe der Postadresse eine solche Liste schicken, verlosen wir drei Überraschungspakete mit aktuellen DVDs, CDs und Vinylscheiben. Die Teilnehmer werden zudem namentlich als „Jurymitglied“ auf www.rollingstone.de genannt.

Doch lesen Sie selbst, wie sich unsere ursprüngliche Jury entschieden hat – bei der wir uns ausdrücklich bedanken möchten. Wir beginnen mit den Plätzen 50-36.

>>>> Hier geht’s zum ersten Teil der Liste.

Die Jurymitglieder:

René Arbeithuber (Musiker, Slut), Andreas „Bär“ Läsker,(Manager, Die Fantastischen Vier) Blixa Bargeld (Musiker, Einstürzende Neubauten), Edgar Berger (CEO Sony Music Germany), Maik Brüggemeyer (Rolling Stone), Christoph Dallach (Redakteur, „Kulturspiegel“), Max Dax (Chefredakteur, „Spex“), Jan Delay (Musiker), Bernd Dopp (Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe), Willy Ehmann (Music Man, Sony), Christof Ellinghaus (Labelbetreiber, City Slang), Caroline Frey (Chefredakteurin, „unclesally’s“), Birgit Fuß (Rolling Stone), Max Gösche (Rolling Stone), Beat Gottwald (Manager, K.I.Z. u. a.), Thomas Groß (Journalist, „Die Zeit“), Torsten Groß (Rolling Stone), Anne Haffmanns (Label-Manager, Mute/Domino), Olaf Heine (Fotograf), Joachim Hentschel (Rolling Stone), Birgit Heuzeroth (Label-Manager, Beggars Group), Alfred Hilsberg (Labelchef, What’s So Funny About), Klaus Kalaß (Rolling Stone), Schorsch Kamerun (Musiker, Autor, Theaterregisseur), Andrian Kreye (Redakteur, „Süddeutsche Zeitung“), Albert Koch (Redakteur, „Musikexpress“), Daniel Koch (Rolling Stone), Eric Landmann (Manager, Beatsteaks u. a.), Udo Lange (Musikmanager), Daniel Lieberberg, (Label Head Rock/Urban, Universal Music Domestic), Tom Liwa (Musiker, Flowerpornoes), Anna Loos (Schauspielerin und Musikerin), Mark Löscher (Head of Four Music & Columbia), Marteria (Musiker), Maxim (Musiker, K.I.Z.), Mathias Modica (Musiker, Munk), Uli Mücke (Head of New Music, EMI Germany), Wolfgang Niedecken (Musiker, BAP), Patrick Orth (Manager, Die Toten Hosen), Eric Pfeil (Journalist, u.a. „FAZ“), Dennis Plauk (Chefredakteur, „Visions), Jan Plewka (Musiker, Selig), Peter Radszuhn (Musikchef, Radio Eins), Tobias Rapp (Redakteur, „Der Spiegel“), Stephan Rath (Manager, Tocotronic), Stefan Reichmann (Labelbetreiber und Konzertveranstalter, Haldern Pop), Tim Renner (Unternehmer, Motor), Kiki Ressler (Konzertveranstalter, KKT), Michael Rother (Musiker, Neu!), Norbert Schiegl (Redaktiosleiter, „Musikwoche“), Jörn Schlüter (Rolling Stone), Ruben Jonas Schnell (Journalist, „Byte FM“), Thorsten Seif (Geschäftsführer, Buback), Berthold Seliger (Konzertveranstalter), Frank Spilker (Musiker, Die Sterne), Carsten Stricker (PR-Fachmann), Stefan Struever (A&R-Manager, PIAS), Arnim Teutoburg Weiss (Musiker, Beatsteaks), Peter Urban (Journalist, NDR), Stephan Velten (Promoter), Uwe Viehmann (Freiberuflicher Missionar), Stefan Vogelmann (Managing-Director, Broken Silence), Linus Volkmann (Redakteur, „Intro“), Benjamin von Stuckrad-Barre (Journalist und Autor), Klaus Walter (Journalist und Radiomoderator), Richard Weize (Labelbetreiber, Bear Family), Klemens Wiese (Konzertveranstalter, DEAG), Jan Wigger (Journalist, u. a. „Spiegel Online“), Arne Willander (Rolling Stone), Jürgen Ziemer (Rolling Stone).