Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Die Schuldigen für die Oscar-Panne sind gefunden – oder besser: der Schuldige


von

Den Darstellern war die Verwirrung ins Gesicht geschrieben, den Laudatoren die peinlich-unangenehme Berührtheit und Regisseur Damien Chazelle schaute bedröppelt wie ein kleines Kind, dem soeben die Eiskugel von der Waffel auf einen Boden voller Kieselsteine geplumpst ist: Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung wurde nämlich zunächst „La La Land“ zum „Besten Film“ gekürt, obwohl die Trophäe eigentlich „Moonlight“ gebührte – weshalb sie dann auch postwendend den vermeintlichen Gewinnern wieder abgenommen und dem „echten“ Sieger überreicht wurde.

Zu verwirrt?

Minuten später spekulierte die halbe Welt darüber, wie es zu dieser, für die Oscars bisher einmaligen, Panne kommen konnte: Hatt Laudator Warren Beatty sich verlesen? Oder war das ganz einfach nur ein Witz?

Es war der falsche Umschlag

Nein, die Auflösung des vielleicht größten Rätsels der Menschheit (okay, des größten Rätsels des 26. Februars) ist eine andere, sehr viel unspektakulärere: Kofferträger Brian Cullinan, der eigentlich Wirtschaftsprüfer bei PriceWaterhouseCoopers ist, hat schlicht und einfach die Umschläge verwechselt, welche den Laudatoren zur Verkündung übergeben wurden. So habe er versehentlich den Ersatz-Umschlag zur Kürung der „Besten Schauspielerin“ auf die Bühne gereicht.

„Ein menschlicher Fehler“

Cullinan selbst habe sich bisher noch nicht zu dieser mittelschweren Tragödie geäußert, sein Arbeitgeber PwC gab allerdings folgendes Statement ab: „Es war schlichtweg menschliches Versagen. Wir haben einen Fehler gemacht. Brian Cullinan hat den falschen Umschlag an Warren Beatty ausgehändigt, und als der Fehler passiert war, hielten sich weder Cullinan noch seine Partnerin schnell genug an das Protokoll, um ihn zu korrigieren.“

Abgelenkt durch Twitter?

Ohnehin scheint sich Cullinan nicht so ganz an das Protokoll des Abends gehalten zu haben: Kurz nachdem Emma Stone ihren Oscar als „Beste Schauspielerin“ entgegennahm, twitterte der Manager ein Foto von ihr mit der Trophäe – obwohl ihm die Oscar-Academy dies nicht erlaubt hatte.


Setbericht „Z Nation“: Zombies blasen Trump den Marsch

Das Ende der Welt steht bevor, ganz sicher, und es begint auf einem stillgelegten Fabrik-Areal, in einer kalten, dunklen Lagerhalle. Dort wird Lithium abgezapft, aus dem Wasser eines Schwimmbeckens. Gewonnen wurde das Lithium aus den Körpern von, nun ja, eingelagerten Zombies. Die sprechen können. Diese Untoten sind wie wir, aber irgendwie auch nicht. Die Leichen können zwar reden und haben Gefühle, greifen die Überlebenden dennoch an. Falls sie nicht gesättigt wurden. Mit Gehirnkeksen. Die Apokalypse, sprechende Zombies als Energiequelle – Gehirnkekse? Ein echter Irrsinn. Aber ein grandioser Irrsinn. Hier auf dem Land, auf dieser Brache inmitten grüner Felder, im Nordwesten…
Weiterlesen
Zur Startseite