Die Toten Hosen: Clubkonzert in Bochum – Campinos Tanz auf dem Lüftungsrohr


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Die Ankündigung des Konzerts kam für die Fans überraschend: Nach dem Ende ihrer „Der Krach der Republik“-Tournee 2013 hatten Die Toten Hosen schließlich eine Pause von mindestens zwei Jahren angekündigt. Nun gut, jetzt haben sie es doch nur ein Jahr durchgehalten. Innerhalb weniger Sekunden war das Konzert in der Zeche Bochum, 800 Zuschauer passen da rein, komplett ausverkauft.

Wie es sich für solch eine kleine Location gehört, beginnen die Hosen ihren Auftritt nicht wie zuletzt auf der „Krach der Reupublik“-Tour mit dem Intro „Drei Kreuze (dass wir hier sind)“ und dem nach vorne preschenden „Ballast der Republik“. Stattdessen haben sie in ihrer Erinnerungs-Kiste gekramt und dabei das russische Volkslied „Kalinka“ wieder für sich entdeckt, das einige Fans schon aus der Vergangenheit kennen. Um das Publikum nun sofort auf den restlichen Abend einzustimmen, kommt die Band mit „Strom“ auf die Bühne.

Von nun an wird der Abend alles andere als ein normales Konzert sein. Denn im Anschluss holt die Band eines ihrer ersten Lieder aus dem Gepäck: „Unter falscher Flagge“ von ihrem gleichnamigen zweiten Album aus dem Jahr 1984 – besser bekannt als „Auf der Suche nach der Schnapsinsel“.

Im Laufe des Abends zieht die Band nun einen selten gespielten Hit nach dem anderen aus dem Hut: „Glückspiraten“, „Der Abt von Andex“, „Keine Ahnung“ oder ihre erste Single „Wir sind bereit“.

Während all der Raritäten fällt natürlich auch der ein oder anderer Fehler der Band auf, es gibt kleine Textaussetzer bei Campino – was der Stimmung aber nicht im Geringsten schadet. Campino hat zu Beginn schließlich schon angekündigt, dass das Konzert wohl eines der „am schlechtesten vorbereiteten“ der Band sei.

Der Auftritt in Bochum ist schließlich auch ein Aufwärm-Konzert. Denn am 6. Dezember sind die Düsseldorfer zu Gast in Myanmar – und werden dort ein Gratis-Konzert spielen. Die Deutsche Botschaft in Yangon hatte sie gefragt, ob sie 60 Jahre nach den ersten diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Myanmar nicht dort spielen wollten. Für diesen Anlass wärmen sich die Hosen nun also gerade erst auf.



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