Die Toten Hosen singen Ständchen für Corona-Helden in der Klinik


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Rote Weihnachtsmannmützen auf dem Kopf, die Instrumente vor dem Bauch. So bedanken sich Die Toten Hosen per Video beim Personal des Düsseldorfer Universitätsklinikums (UKD) für deren aufopferndes Engagement in Corona-Zeiten. Eine klingende Solidaritätsnote für fast zwei Jahre Rackern an der Beatmungsmaschine.

„Liebe Mitarbeiter des Universitätsklinikums in Düsseldorf, wir Toten Hosen müssen leider nachsitzen und können Weihnachten nur im Studio verbringen, wir hoffen, dass ihr das zu Hause im Kreis der Lieben machen könnt“, sagt Sänger Campino in einem Video, das auf dem Youtube-Kanal des UKD zu sehen ist. Neben höflichen Wünschen zum Jahreswechsel sendet Campino einen Gruß aus dem Hosen-Hauptquartier. „Was kann man euch sonst noch sagen außer danke, danke, danke vor allem in diesen schweren Jahren, die wir zurzeit durchmachen müssen.“

Die Klinik-Crew retourniert die Grüße prompt auf der hauseigenen Facebook-Seite. In der Hoffnung auf ein Ende der Pandemie im kommenden Jahr, wenn „Nähe, Gemeinsamkeit und das Zusammen wieder eine deutlich größere Rolle spielen“.

Musikalisch haben die Hosen für ihren Videogruß auf den schottisches Traditionssong „Auld Lang Syne“ zurückgegriffen, den auch schon Klassikgigant André Rieu intonierte. Hosen-Experten wiederum kennen den Klassiker, der in England unter „Old long since“ und im deutschen Sprachraum als „Nehmt Abschied, Brüder“ bekannt ist, in einer derben Schunkelversion der hauseigenen Spaß-Projektband Die Roten Rosen.

Das keltische Original kommt als Mitternachtssong zum Jahreswechsel zum Einsatz, bei dem auch der Verstorbenen der letzten zwölf Monate gedacht wird. Um Missverständnisse oder Shitstürme gar nicht erst aufkommen zu lassen, weist Campino vor den ersten Takten darauf hin, dass diese ursprüngliche Bedeutung keineswegs als Provokation aufzufassen ist.