Donald Cumming: Dire Straits plus Strokes


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Donald Cumming ist kein Mann der vielen Worte. Vielleicht hätte ich aber auch einfach nicht nach seiner Katze fragen sollen. „Mein Apartment ist vor Kurzem abgebrannt“, hat er mit tonloser Stimme geantwortet. „Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen.“

Es war am 26. März passiert, der Musiker stand mit Tränen in den Augen auf der Second Avenue auf der New Yorker East Side. Wo seine Wohnung war, züngelten Flammen, die Polizei ließ ihn nicht durch die Absperrung. „Ich habe an dem Tag alles verloren, was ich jemals besaß, alles, was ich jemals geschrieben habe.“ Der Schock sitzt offenbar noch tief.

(Photo by Gus Stewart/Redferns)
(Photo by Gus Stewart/Redferns)

„Nur in New York hat mein Leben Sinn“

Cumming hat ein Soloalbum aufgenommen: „Out Calls Only“ ist die erste musikalische Äußerung seit dem Split seiner Band The Virgins vor zwei Jahren. Inhaltlich geht es unter anderem um seine Scheidung von der kanadischen Künstlerin Aurel Schmidt. Nachdem das Album aufgenommen war, ließ Cumming es eine Weile liegen, um Abstand zu gewinnen. Als sein Apartment ausbrannte, lagerten die Bänder bereits abgemischt im Studio. Immerhin die sind ihm geblieben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Cumming vor dem Nichts steht. Als er zwölf Jahre alt ist, stirbt sein Vater, ein Schnapsladenbesitzer, der sein eigener bester Kunde war. Mit seiner Mutter verlässt Donald den „Big Apple“ in Richtung Florida, lange hält er es dort aber nicht aus: „Nur in New York hat mein Leben Sinn.“ Mit 16 geht er zurück und wird Teil einer Kunstszene, die gar nicht erst versucht, sich aus dem Schatten der glorreichen Vergangenheit zu lösen.

Vom Tellerwäscher zum It-Boy

Sein Geld verdient er als Tellerwäscher, nebenbei arbeitet der Beau als Model für den Aktfotografen Ryan McGinley. 2006 gründet er mit seinem Model-Kollegen Wade Oates The Virgins. Ihr Sound ist hip, ihre Videos sind cool, und Cummings Popularität innerhalb der Stadt bald so groß, dass er in einer Folge von „Gossip Girl“ auftritt.

Seine Band tourt um die Welt, spielt als Support für New Yorker Idole wie Patti Smith und Lou Reed. „Es war aufregend, Orte außerhalb von Amerika zu sehen, das habe ich sehr genossen“, sagt Cumming. Dennoch trennen sich The Virgins im November 2013 während einer Tournee.

Gus Stewart Redferns


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