Donald Fagen spricht über „Sunken Condos“ – mit Albenplayer!


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Leser unseres Magazin wissen natürlich, dass „Sunken Condos“ von Steely Dan-Mastermind Donald Fagen unsere Aufmacher-Rezension des Monats ist. Arne Willander schreibt in seiner 4,5-Sterne-Kritik: „Seit seiner Kindheit begleitet Fagen auch die Jazz-Begeisterung: Noch heute steigt er in die kleinen Clubs hinab, um die von ihm bewunderten Musiker zu hören. Fagens Songs sind metrische Wunderwerke an Präzision und Rhythmus, es wäre eine Untertreibung, die Arrangements als ‚komplex‘ zu bezeichnen. Jede andere Platte kommt einem grobschlächtig und plump vor, wenn man Fagens Filigranarbeiten gehört hat.“ Willander bringt die Wirkung dieses Albums im letzten Satz vortrefflich auf den Punkt: „Jetzt beginnt erst die Zeit, in der wir unter Tränen Tausende von erstaunlichen Details in dieser schillernden Musik entdecken.“

Wir haben heute für Sie exklusiv vorab einen Albenplayer von „Sunken Condos“:

Aber wir sind mit dem Thema Donald Fagen noch nicht durch. In der kommenden Ausgabe gibt es eine große Story von Maik Brüggemeyer, der Fagen in New York besuchte. Fagen erklärte ihm zum Album: „Die globale ökonomische Situation ist natürlich die erste Assoziation, die man hat. Aber ursprünglich hatte ich an Debussys Präludium ‚La cathédrale engloutie‘ (dt. ‚Die versunkene Kathedrale‘) gedacht. ‚Sunken Condos‘ ist ein Update – ein bisschen vulgärer, aber amüsant. Und es ist ein gutes Bild für die Lebensphase, in der ich mich gerade befinde, für geplatzte Träume. Dinge, die nie eingetreten sind, obwohl man fest damit gerechnet hat, und große Pläne, die untergegangen sind.“

Mehr dazu also in der kommenden Ausgabe. Und, so viel sei verraten: Fagen äußert sich auch dazu, wann und ob noch mal mit einem neuen Album von Steely Dan zu rechnen sei.