„Bloodsport“-Star Donald Gibb mit 71 gestorben

Gibb wurde vor allem durch seine unvergessliche Rolle als der bullige „Ogre“ im geliebten Achtzigerjahre-Kultfilm bekannt.

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Donald Gibb, bekannt für seine Rolle als polternder Frat-Bro Frederick Aloysius „Ogre“ Palowaski im Kultklassiker „Revenge of the Nerds“ von 1984, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

Gibbs Familie bestätigte seinen Tod in einer Erklärung gegenüber ROLLING STONE. „Mit schwerem Herzen geben wir den Tod von Donald Gibb bekannt – einem geliebten Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Onkel, Freund und Schauspieler. Donald liebte Gott, seine Familie, seine Freunde und seine Fans von ganzem Herzen“, schrieben sie. „Bekannt für seine überlebensgroße Präsenz auf der Leinwand und seine Freundlichkeit abseits davon, brachte er unzähligen Menschen im Laufe seines Lebens und seiner Karriere Freude, Lachen und unvergessliche Momente.“

Die Familie fuhr fort und erinnerte daran, dass seine „Stärke, Großzügigkeit und sein Geist von denen, die das Privileg hatten, ihn persönlich zu kennen, und von den vielen Fans, deren Leben er im Laufe der Jahre berührt hat, niemals vergessen werden.“ Sie baten „um Gebete und Privatsphäre für die Familie in dieser schweren Zeit, während wir ein erfülltes Leben und ein Vermächtnis feiern, das für immer fortbestehen wird.“

Der unvergessliche „Ogre“

Gibbs imposante Statur (er maß 1,93 m) und sein Talent, den oft zitierten Schlachtruf „Nerds!“ mit vollem Einsatz zu brüllen, machten ihn zu einer der einprägsamsten Figuren aus Jeff Kanews Achtzigerjahre-Komödie. Der Schauspieler sollte die Rolle des Ogre für „Revenge of the Nerds II: Nerds in Paradise“ (1987) sowie für den TV-Film „Revenge of the Nerds IV: Nerds in Love“ (1994) erneut verkörpern.

Außerdem spielte er neben Jean-Claude Van Damme im Martial-Arts-Film „Bloodsport“ (1988) den Ray Jackson – den ungezügelten Gegenpol zu Van Dammes besonnenem Frank Dux. Für die Fortsetzung „Bloodsport II: The Next Kumite“ kehrte er 1996 zurück.

Gibb wurde am 4. August 1954 in New York City geboren, wuchs in Kalifornien auf und besuchte später die University of New Mexico mit einem Basketballstipendium, bevor er zur University of San Diego wechselte und dort Football spielte. Laut IMDB stand er im Kader der San Diego Chargers, ehe er eine Schauspielkarriere einschlug.

Karriere in Film und TV

Im Laufe seiner Karriere wirkte Gibb in zahlreichen Filmen der Achtziger- und Neunzigerjahre mit, darunter „Conan the Barbarian“ (1982), „Meatballs Part II“ (1984), „Jocks“ (1986), „Magic Kid 2“ (1994) und „Hancock“ (2008). Der Schauspieler übernahm auch Gastrollen im Fernsehen und war unter anderem in „Magnum, P.I.“ (1982), „MacGyver“ (1991), „Cheers“ (1992), „The X-Files“ (1993) und „Seinfeld“ (1995) zu sehen. Darüber hinaus spielte er Leslie „Dr. Death“ Krunchner in der HBO-Sitcom „1st & Ten“, die sechs Staffeln lang lief.

Gibbs Tod folgt wenige Monate nach dem Ableben seines Kollegen aus „Revenge of the Nerds“, Robert Carradine, der am 23. Februar im Alter von 71 Jahren starb.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil