Dschungelcamp: Ariel sieht Engel, Gil kämpft, Mirja ist raus
Während Ariel Friedhofsengel sieht, holt Gil weiterhin Sterne. Verlierer sind die ohne Geschichten.
Es war ein Wochenende der überraschenden Erkenntnisse. „Wir sind hier Versuchsmenschen für die Zuschauer – und merken es gar nicht“, behauptet Ariel. Sie merkt aber ganz schön viel. Und redet ohne Ende. Sendezeitschinderei? Ariel glaubt angeblich, dass die Erde flach ist, und alle anderen glauben, dass Ariel nicht so dumm sein kann, wie sie tut. Die spielt doch nur! Reality statt Realität? Bei dieser Frau schwer einzuschätzen.
Ariel motzt Bauer Patrick an, weil er angeblich mit Eva flirtet, und weist Hardy zurecht: „Du bist der älteste Typ im Camp!“ – als wäre das allein schon eine Frechheit von ihm. Auch Gil wird wieder aus dem Nichts angegriffen, ständig wiederholt sie: „Du bist ein kranker Lügner!“ Gil bleibt entschlossen, sich nicht provozieren zu lassen: „Wir haben es jetzt verstanden, ist gut.“ Hardy wundert sich: „Wer ist diese Frau?“
Die Eva-Patrick-Affäre (die keine ist) beschäftigt alle
Die Eva-Patrick-Affäre schaukelt sich hoch. Stephen warnt Eva, dass sie schon „flirty“ rüberkomme, während Patrick immer wieder betont, wie sehr er seine Freundin liebt. Mirja befürchtet Schlimmstes: „Wenn das schon Stephen Dürr sieht…“ Jetzt wird’s lustig! Eva verteidigt sich mit dem Hinweis, dass sie doch nicht so blöd sei, denselben Fehler zweimal zu machen. „An Intelligenz mangelt es im ganzen Camp“, stellt Samira fest. So viel dazu. (Natürlich geht die Diskussion noch gefühlte Stunden weiter.)
Die Dschungelprüfungen sind inzwischen das Uninteressanteste an der Sendung. Wir erfahren, dass Simone Ballack eine Puzzle-Queen ist, während Mirja du Mont keine fünf Teile zusammensetzen kann. Umut sieht im Kakerlakenregen so jämmerlich aus, dass er wohl auch deshalb das Camp verlassen muss – oder weil er kaum Eindruck hinterlassen hat. Sein Pech, dass erst am nächsten Tag hier zu sehen ist, wie er sich (ausgerechnet vor der kritischen Eva) als großen Unverstandenen inszeniert – bei „Temptation Island VIP“ war er gar kein Betrüger, nur ein armer Altenpfleger, der dringend Geld brauchte und deshalb so tat, als wäre er noch mit seiner Frau zusammen, während er sich dann in eine andere verliebte. Oder so. Wer diese Formate nicht kennt, ist etwas verloren bei seiner umständlichen Schilderung. Oder „lost“, wie Stephen sagen würde. „True!“ Umut zeigt sich nach seinem Auszug dankbar („Ich küsse euer Herz!“), vor lauter Freude fällt ihm die erste Zigarette aus der Hand. Warum tun eigentlich immer alle so, als hätten sie monatelang darben müssen? Wir sprechen von einer Woche!
Gil liefert ab – und wird jetzt doch noch integriert
Der Mittelpunkt der muffigen Party bleibt Gil Ofarim. „Der ist immer noch hier“, sagt Stephen, „das macht doch überhaupt keinen Sinn.“ Auch Hardy findet das „erstaunlich“. Alle fragen sich, warum er sich nicht einfach mal entschuldigt. Und dann nominieren ihn einige und er sich selbst für die nächste Dschungelprüfung, weil er eben abliefert. Gil weiß, warum er der Richtige ist: „Habe ich Ängste? Bestimmt. Mache ich daraus einen big deal? Nein.“ Deshalb begleiten Hardy und Simone ihn, deshalb feuert Samira ihn an. Im Wassertank mit Tieren behält Gil die Nerven. Selbst die Echsen, die auf seinem Kopf sitzen, staunen über seine stoische Ruhe. Dass er acht Sterne schafft, ist ein reiner Akt des Willens. Vor lauter Übermut sagt er im Videohäuschen „Shalömchen!“ Und macht sogar einen Witz: „Da waren Fische, deren Namen ich vergessen habe. So wie früher auf Tour, wenn ich …“ Er stoppt und grinst, ein seltener Anblick. Those were the rockstar days!
Indes erzählt Ariel von ihrem Friedhofsengel – einem Mann, der sie abends aus einem verschlossenen Friedhof rausholte, wo sie beim Besuch ihres Papas die Öffnungszeiten vergessen hatte. Eine tolle Geschichte, aber Simone toppte sie mit einem Medium, das sie in den Wald schickte, um Kontakt zu ihrem verstorbenen Sohn aufzunehmen. Und was wäre der Dschungel, wenn kein großer Wald?
Mirja muss gehen, „alles gut“
Beim Yoga kommen sich alle näher, Gil wird integriert, die Kippen kommen zurück – ein guter Tag. Bis Sonja und Jan auftauchen. Es entscheidet sich zwischen Stephen und Mirja. Und sie muss gehen! „Alles gut“ ist ihre Reaktion.