Eels: Das neue Video zu „In My Younger Days“


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Vielleicht ist die Veröffentlichung ein wenig zu spät angesetzt: Das neue Album der Eels „End Times“ wird nämlich ein paar Wochen nach dem Jahresende erscheinen und zwar hierzulande am 22. Januar (Infos und ein Free Download findet man hier). Dabei hätte diese reduzierte, verletzliche Platte auch gut zu dem Gefühlshänger gepasst, den man ja meist zwischen den Jahren empfindet. Everetts Label nannte „End Times“ schon mal ganz vollmundig das „Electro-Shock Blues der Trennungsalben“ und bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass Everett mit dem zweiten Eels-Album „Electro-Shock Blues“ den Tod eines Großteils seiner Familie verarbeitet hat – und wohl nicht weniger als ein Meisterwerk abgeliefert hat.

Passend zum Thema dieses Songs, der nämlich ein wehmütiges Zurückblicken in die „youger days“ ist, wird im neuen Video der Vergangenheit gehuldigt. In verwaschenen und verwackelten Schwarz-Weiß-Bildern zieht Everett durch ein Amerika, das aussieht, wie man sich das Amerika seiner Jugend so vorstellt. Dazu klagt Everett Zeilen wie diese: „In my younger days this wouldn’t have been so hard / I would just have shrugged it off / But now it’s tough / I’m not so much / I’ve got little ways to go / it’s not over yet, I know / But it feels not too far away.“ Klingt kitschig, aber im Angesicht seines Lebens und seiner Lebensgeschichte, die vielleicht seit seiner Autobiografie „Glückstage in der Hölle“ bekannt sein dürfte, kann man vielleicht sagen: Die Eels dürfen das.