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Max Raabe

Max Raabe #DaheimDabei

Max Raabe ist ein Solitär, der ein eigenes nostalgisches Genre begründet hat: die Hommage an das gepflegte Salon-Chanson. 1986 versammelte er das Palast-Orchester, das sich den Liedern der 20er-Jahre im Stil der Comedian Harmonists verschrieben hat. Mit seinem geschmeidigen Bariton interpretiert der ausgebildete Opernsänger süffisant-ironisch die geistreichen, gewitzten Schlager und Couplets der großen Songschreiber der Weimarer Republik. 1992 schrieb Raabe in derselben Manier das satirische Stück „Kein Schwein ruft mich an“, das zum Radiohit avancierte. Das Palast-Orchester unternahm wunderbar dokumentierte Konzertreisen nach Israel, Japan und in die USA, wo es mehrfach in der Carnegie Hall auftrat.

Seit zehn Jahren nimmt Max Raabe auch erfolgreich leichthändige, verschmitzte Pop-Platten auf und schreibt eigene Songs, etwa mit Annette Humpe; für sein jüngstes „Unplugged“-Album sang er Duette mit Rock- und HipHop-Künstlern wie Herbert Grönemeyer, LEA, Namika, Sami DeLuxe und Lordi.


Alle Konzerte auf magenta-musik-360.de und #dabei/MagentaTV sehen.

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Blackout Tuesday

Ein hartnäckiger Träumer wird 70: Happy Birthday, George Lucas!

George Lucas, Regisseur, Teil der jungen „New Hollywood“-Garde der 1970er Jahre und Erschöpfer des „Krieg der Sterne„-Universums, wird 70 Jahre alt.

Wir gratulieren mit einer Rezension seines vierten „Star Wars“-Films „The Phantom Menace“ (1999).

Star Wars: Episode 1- Die Dunkle Bedrohung

von Oliver Hüttmann

Die Kritiken waren vernichtend. Nahezu einig verspöttelte die Presse George Lucas‘ Science-Fiction-Story. Selbst Kollegen, sonst beflissen um Loyalität bedacht, sparten nicht mit ehrenrühriger Schelte: „Wie bei McDonald’s, wo der Geschmack für gutes Essen abhanden gekommen ist. Es beginnt eine Periode des Rückfalls. Alles versinkt in einem riesigen, stinkenden Loch.“ So urteilte William Friedkin, Regisseur von „Der Exorzist“, damals im Jahr des Herrn 1977, nach der Premiere von „Star Wars“.

Und irgendwie hatte er ja recht. Für New Hollywood, der Ära einer amerikanischen nouvelle vague mit autarken, anspruchvollen Autorenfilmern wie Francis Ford Coppola, Robert Altman, Dennis Hopper, Martin Scorsese, Peter Bogdanovich, Mike Nichols und anderen, deren Filme über rebellische Individuen das Kino der Konformität gestürzt hatten, war „Star Wars“ ein Schock. „Grauenhaft“, sagte Lucas‘ Frau Marcia und weinte, als er 20th Century Fox-Produktionschef Alan Ladd, Jr. und engen Freunden eine Rohfassung gezeigt hatte. „Der Vorspann sieht aus wie von der Autobahn. Das hört gar nicht mehr auf. Was für ein ein Kauderwelsch!“, schimpfte Brian De Palma lehrerhaft „Wo spielt der erste Akt? Wer sind die komischen Typen? Du lässt das Publikum alleine – alles verpufft“. Den einstigen Revolutionären wurde aber auch bewusst, dass sie selbst zu Relikten wurden, Zuschauer ihnen immer weniger folgen wollten, ihre Zeit ablief.

Der „Krieg der Sterne“ änderte alles, und zwar so gründlich, dass sich die Kinokunst davon bis heute nicht recht erholt hat. 323 Millionen Dollar spielte die 9,5 Millionen Dollar teure Produktion allein in Amerika ein – und gab damit der mittlerweile üblichen Hatz auf Rekorde einen entscheidenden Schub. Durch „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) zur Trilogie erweitert, wurden weltweit insgesamt anderthalb Milliarden Dollar umgesetzt. Dazu kamen 4,5 Milliarden durchs Merchandising-Geschäft. Um die unentschlossene Fox zur Finanzierung seines Films zu bewegen, verzichtete Lucas auf sein Honorar, bat allerdings um Lizenzen für Devotionalien und die Rechte möglicher Fortstetzungen. Die Manager hielten das für einen tollen Deal, dauerte doch die Fabrikation von Spielzeugpuppen fast ein Jahr. Dann würde jeder Film verblasst sein. „The Force“, Lucas‘ enigmatischer, religionsstiftender Schwurbel-McGuffin, überdauerte alles. So gab er nach den komplexen Filmen der Siebziger Hollywood die Kinder als Zielgruppe zurück, schuf mit klaren Gesetzmäßigkeiten ein neues Genre, heute als eventmovie geläufig, und wurde darüber zu Gott.



#DaheimDabeiKonzerte um 19 Uhr: Bush-Sänger Gavin Rossdale zum Auftakt unserer Konzertreihe im Stream

Ein Sommer ohne Festivals, ein Sommer ohne Konzert-Erlebnisse – das gab es noch nie. Deshalb haben sich die Redaktionen von ROLLING STONE, Musikexpress und Metal Hammer zusammengetan, um gemeinsam ein Musikprogramm auf die Beine zu stellen, wie es das in Deutschland noch nicht gab. Ab Montag, den 27. April, bringen wir täglich ein kleines Konzert zu Ihnen nach Hause. https://open.spotify.com/playlist/5g2eUrhYsn2KaenHLDHEET?si=CBa8NVrSSx2fNLoPv79S3w Den Auftakt unserer Reihe bildet Bush-Sänger Gavin Rossdale. Im Jahr 2004 entschied der Sänger sich in einem Soloprojekt zu verwirklichen und gründete die Gruppe Institute. Obwohl Rossdale Institute zeitweise sogar als seine „neue Band” bezeichnete, löste er die Gruppe nach…
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