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Einfach nur herrlich: Jay Z verfällt in Gesichtsakrobatik, als Kanye West bei den Grammy Awards unverhofft die Bühne stürmt


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Dass Kanye West gerne mal seine Unzufriedenheit mit der Juryentscheidung bei angesehenen Preisverleihungen kundtut und Bühnen stürmt, wissen wir spätestens seit den VMAs 2009. Dort bekam Taylor Swift die Wut des Rappers zu spüren – und das Publikum verfiel in tiefes Fremdschämen. Bei den diesjährigen Grammys hätte es beinahe wieder einen solchen Super-GAU gegeben.

Als Beck den Award für das beste Album erhielt, stand West plötzlich auf, enterte die Bühne, setzte sich diesmal aber ohne Motztirade auch gleich wieder hin. Hintergrund: West hätte gewollt, dass Beyoncé Knowles mit dem „Album des Jahres“ ausgezeichnet wird, wie er später bekannt gab.

Weitaus sehenswerter als dieser peinliche Schrei nach Aufmerksamkeit war Jay Zs Gesichtsausdruck. Der zeigte eine Mischung aus Unglauben und Amüsement. Das war wahre Unterhaltung am Bühnenrand:


Fran Healy von Travis: „Es gibt Songs by Design – aber meine sind by Divine!“

Als es Travis Anfang der 1990er Jahre nach London verschlug, steckte der Britpop noch in den Kinderschuhen. Ohne großen Masterplan hofften die melodieverliebten Schotten aus Glasgow sechs Jahre lang auf den großen Plattendeal, feilten an ihrer tatsächlich von AC/DC inspirierten Performance und schrieben einen Song nach dem nächsten. Und dann endlich: 1997 veröffentlichten Travis ihr Debütalbum „Good Feeling“, mit dessen Durchbruchsingle „More Than Us“, die Band im Frühjahr 1998 in den UK-Top-20 landete. Für die Produktion war Steve Lillywhite verantwortlich, der sich 1979 mit der Produktion des Siouxsie-and-the-Banshees-Songs „Hong Kong Garden“ einen Namen machte und daraufhin Bands wie U2, Talking…
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