Element of Crime: Wenn prominente Kumpels Musikclips aufbrezeln






Element of Crime: Wenn prominente Kumpels Musikclips aufbrezeln


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Am 06. April 2023 erscheint das neue Album „Morgens um Vier“ von Element of Crime. Im August steht dann eine Serie von Gigs durch Berliner Clubs an; eine landesweite Tour folgt im September. Profi-Showbiz für die erfolgsverwöhnte Band im 38. Jahr ihres Bestehens.

Für das aktuelle Video des Vorab-Songs „Unscharf mit Katze“ haben sich die Mannen um Sänger Sven Regener etwas einfallen lassen: Abhängen in einer Großraum-Wohnung mit mächtig Zigarettenqualm und viel Rotwein. Als wollten sie auf ihrer schrulligen Mission durchs Erwachsenen-Showbiz sagen: Macht doch euren Yoga-gesunden Optimierungsquatsch alleine!

In welcher feuilletonistischen Promi-Flughöhe sich das abspielt, machen EoC ebenfalls klar. Zu ihrem vertrauten Kumpels- und Kumpelinnen-Kreis zählen die West-Berliner Originale etwa die österreichische Bestseller-Autorin Eva Menasse und den Ex-Verleger des Kölner Verlages Kiepenheuer & Witsch, Helge Malchow. Neben ihrem mittlerweile grau melierten Bandumfeld lassen auch Regie-Haudegen Leander Haußmann („Hai-Alarm am Müggelsee“) oder der hanseatische Pop-Barde und Ab-und-Zu-Schriftsteller Andreas Dorau die Humpen kreisen. Ein Musikvideo, das zum Insider-Ratespiel wird: Wer erkennt wen?

Einen ähnlichen Kunstgriff machte jüngst auch der Dandymusiker Dagobert in seinem Party-Pop-Track „Ich will ne Frau, die mich will“. Mondän aufgebrezelt wie im Element-of-Crime-WG-Clip wird auch beim Edel-Schweizer kräftig getanzt und gebechert.

In Promi-Blättern wie „Bunte“ oder „Gala“ wird Dagobert mit seiner beswingten Schwoof-Inszenierung in weißen Anzügen und Pelzjäckchen zwar nicht landen können. Doch Patrick Wagner vom Berliner Ex-Label Kitty-Yo und andere illustre Gestalten aus der Mitte-Blase beweisen ausdrucksstark ihre Kamera-Tauglichkeit.

Wer kam als erster drauf?

Die mal aus Spaß und Dollerei, mal aus schnöden Marketing-Gründen vorgenommene Aufwertung von Musikvideos durch allerlei Showbiz-Prominenz hat eine lange Tradition. Die Online-Redaktion des Londoner Regionalsenders „Capital Radio“ hat sich die Mühe gemacht, eine Top 20 der internationalen „VIP Videos“ zusammenzustellen.

Und da kommt so einiges zusammen:

Von Supermodel Kate Moss bis zu Hollywood-Größen wie Michael Madsen („Reservoir Dogs“) oder Skandal-Actrice Megan Fox.

So taucht der britische Ex-Premier David Cameron im Charity-Video der UK-Boygroup One Direction „One Way Or Another (Teenage Kicks)“ zum „Red Nose Day“ auf. Michael Madsen gibt in Justin Biebers „As Long As You Love Me“ den zwielichtigen Vater mit „over protective“-Anwandlungen von Biebers Filmfreundin.

Megan Fox wiederum gibt im Duett von Eminem und Rihanna „Love The Way You Lie“ den Rocker-Vamp, und Kate Moss adelt den internationalen Indie-Hit der White Stripes, „I Just Don’t Know What To Do With Myself“. Auch die Regie ist hier hochprominent besetzt: Niemand geringeres als Sofia Coppola sitzt im Regiesessel.

Auch Sportlerinnen kommen zu Pop-Ehren. Die russische Weltklasse-Tennisspielerin Anna Kournikova durfte im Song „Escape“ von Latin-Schönling Enrique Iglesias neckische Küsschen verteilen.

Auf der obersten VIP-Etage steht wohl Scarlett Johanssons Cameo-Rolle in Justin Timberlake’s „What Goes Around …Comes Around“ aus dem Jahr 2007. Sie spielt Justins Geliebte, um ihn schließlich mit ihrem besten Freund Shawn Hatosy zu betrügen, bevor sie bei einer rasanten Verfolgungsjagd in ihr Verderben donnert…