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Ennio Morricone findet Filmmusik von heute schrecklich

Der italienische Komponist Ennio Morricone glaubt, dass die Qualität der Filmmusik in den letzten Jahren erheblich gelitten hat. Das liege seiner Meinung nach vor allem daran, dass man Sparzwängen erlegen ist und das Geld lieber in andere Dinge pulvert (zum Beispiel in Werbung).

„Früher gab man für Filmmusik Geld aus“, so der 90-Jährige. „Jetzt will man mithilfe der Synthesizer sparen, so ist Filmmusik oft arm, oder wenig interessant.“

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Auch das ist ein Grund, warum Morricone in den letzten Jahren keine Lust mehr hatte, sich ans Pult zu setzen und für Filme Musik einzuspielen (mit Ausnahme von Quentin Tarantino). „Ich habe fünf Angebote für Filmmusik für drei italienische und zwei amerikanische Filme abgelehnt“, sagte er der italienischen Zeitung „Il Messaggero“. „Ich will nicht mehr Filmmusik komponieren, die einzige Ausnahme mache ich für Giuseppe Tornatore, mit dem ich seit 30 Jahren zusammenarbeite.“

Ennio Morricone und Stanley Kubrick

Obwohl es für den Italiener kein Problem ist, mit dem Kino inzwischen so gut wie nichts mehr am Hut zu haben, bereut er es trotzdem, mit einem Großmeister des Fachs nicht zusammengearbeitet zu haben: Stanley Kubrick. Morricone: „Kubrick reiste nicht gern und wollte nicht nach Rom kommen, wo ich Aufnahmen hatte, so hat er auf den Plan verzichtet. Wie schade!“

Quentin Tarantino und Ennio Morricone

Ennio Morricone schrieb im laufe seiner Karriere Filmmusik für Regisseure wie Roman Polanski, Oliver Stone, Sergio Leone, Pier Paolo Pasolini, Roland Joffé und Terrence Malick. 2007 bekam er den Oscar für sein Lebenswerk überreicht (davor hatte er allerdings schon mehrfach mit Verbitterung in Interviews darauf hingewiesen, dass er zu Unrecht übergangen werde), 2016 gab es dann für seine Filmmusik zu Quentin Tarantinos Western „The Hateful Eight“. auch einen regulären Goldjungen für die Vitrine.

 

Michael Tran FilmMagic

Miles Davis: Soundtrack zu der Dokumentation „Birth of the Cool“

Miles Davis gehört zweifelsfrei zu den größten und einflussreichsten Jazz-Musikern, der Trompeter veröffentlichte mit Alben wie „Birth of the Cool“, „Kind of Blue“ oder „Bitches Brew“, Meilensteine des Genres, die auch über den Jazz hinaus die Musik verändert haben. Mit „Miles Davis: Birth of the Cool“ erschien Anfang des Jahres eine Dokumentation, die das Leben und die Kunst des Trompeters beleuchtet, unter der Regie von Stanley Nelson. Am 21. Februar erscheint der offizielle Soundtrack auf CD und digital, am 06. März zusätzlich noch in einer einmaligen Auflage auf LP. Auf „Music From and Inspired by 'Miles Davis: Birth of the Cool' –…
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