Eurovision bringt seinen maximalistischen Pop-Wahnsinn nach Asien

Die neue internationale Ausgabe des Song Contests findet im Herbst in Bangkok statt – zehn Länder sind bereits dabei, weitere werden erwartet.

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Die überbordende Pop-Euphorie von Eurovision zieht nach Asien. Die erste Asian Edition des berühmten Musikwettbewerbs findet in diesem Herbst statt – das Finale ist für den 14. November in Bangkok angesetzt. Nationale Auswahlshows werden in den teilnehmenden Ländern ausgetragen, zehn haben bereits zugesagt, weitere sollen folgen. Zu den zehn Ländern gehören derzeit: Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, die Philippinen, Südkorea, Thailand und Vietnam. Auch weitere Länder sollen sich dem Wettbewerb noch anschließen.

Bedeutungsvoller Schritt nach Asien

Die Expansion fällt in ein besonderes Jahr: Eurovision feiert 2025 sein 70-jähriges Jubiläum. Vor diesem Hintergrund erklärte Eurovision-Direktor Martin Green in einem Statement, es fühle sich „besonders bedeutsam an, dieses nächste Kapitel gemeinsam mit Asien aufzuschlagen – einer Region voller Kultur, Kreativität und Talent“.

Er fuhr fort: „Darum geht es: Eurovision gemeinsam mit Asien weiterzuentwickeln, etwas zu schaffen, das die Stimmen, Identitäten und Ambitionen der Region widerspiegelt – und dabei dem treu zu bleiben, was den Contest stets besonders gemacht hat. Der Eurovision Song Contest Asia wird von den Künstlerinnen und Künstlern, Sendern und dem Publikum geprägt sein, die ihn zu ihrem eigenen machen und unsere gemeinsame Reise fortsetzen: United by Music.“

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Es ist nicht Eurovisions erster Versuch, international zu expandieren: 2022 wurde der „American Song Contest“ ins Leben gerufen. Die Show, bei der Teilnehmer aus allen 50 US-Bundesstaaten antraten und von Snoop Dogg und Kelly Clarkson moderiert wurde, konnte jedoch kaum Fahrt aufnehmen und wurde nicht für eine zweite Staffel verlängert.

Eurovision 2026: Boykotte und Ausschlüsse

Was Eurovision 2026 betrifft: Finale und Halbfinales sind für Mai geplant, Gastgeberland ist Österreich. Allerdings boykottieren mehrere Länder den diesjährigen Wettbewerb – darunter Slowenien, Island, Irland, Spanien und die Niederlande – aus Protest gegen die Teilnahme Israels angesichts des anhaltenden Krieges in Gaza. Russland nimmt ebenfalls nicht teil, da das Land seit 2022 wegen seines Krieges gegen die Ukraine gesperrt ist.

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil