Exklusives Featurette zum neuen Almodóvar-Film „Julieta“ + Gewinnspiel

Am 04. August startet mit „Julieta“ der 20. Spielfilm des spanischen Meisterregisseurs Pedro Almodóvar in den deutschen Kinos. Nach den Großwerken „Alles über meine Mutter“, „Sprich mit ihr“ und „Volver“ kehrt der Filmemacher zurück in die Welt der Frauen und legt vielleicht sein reifstes Werk vor – wie auch unser Rezensent Cornelis Hähnel in seiner Kritik in der August-Ausgabe des ROLLING STONE festgestellt hat:

Die Kamera verweilt auf der roten Seide des luftigen Morgenmantels. In der Detailaufnahme erinnert der Faltenwurf an eine Vulva. Schon mit der ersten Einstellung macht der spanische Regisseur Pedro Almodóvar klar, worum es in seinem neuen Film, „Julieta“, (mal wieder) geht: um die Weiblichkeit. Und vor allem um den Aspekt der Mutterliebe.

Julieta trifft zufällig eine Freundin ihrer Tochter, Antía, zu der sie, seit diese an ihrem 18. Geburtstag von zu Hause abgehauen ist, keinen Kontakt mehr hat. Aufgewühlt von dieser Begegnung beginnt sie über ihr Leben zu sinnieren und das Erlebte aufzuschreiben: die schicksalhafte erste Begegnung mit ihrem späteren Ehemann in einem Nachtzug, die Demenz ihrer Mutter und den Verlust ihrer Tochter, die sie anscheinend weniger kannte, als sie immer gedacht hatte.

Nach seiner halbherzigen Klamotte „Fliegende Liebende“ kehrt Almo­dóvar mit seinem 20. Film zu Drama und alter Form zurück. „Julieta“ zeigt die Kraft des Kinos, hier regiert die Larger-than-life-Ästhetik, jede Einstellung ist bis ins kleinste Detail durchkomponiert, jede Farbe leuchtet in ihrem eigenen Schicksal, und jeder Blick erzählt von den emotionalen Säulen der Existenz. Almo­dóvar verdichtet seine Geschichte mit schicksalhafter Symbolik und umschifft trotzdem gekonnt die steinigen Klippen des Pathos. Ihm gelingt es, eine fast banale Lebens­geschichte (Liebe, Schuld, Trauer, Einsamkeit) im Duktus einer griechischen Tragödie zu erzählen – Herzeleid, schwere See und emotio­nale Odyssee inklusive.

Als lose Vorlage für das Drehbuch dienten drei Kurzgeschichten der kanadischen Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro, die Almodóvar für die Biografie seiner Julieta miteinander verwoben hat. „Julieta“ springt zwischen Vergangenheit und Gegen­wart hin und her und bleibt dabei doch sehr klar. Hier ist trotz aller visuellen Opulenz nichts laut. „Julieta“ ist ein klassisches Drama, das, trotz reifer Gelassenheit, unverkennbar Almodóvars Handschrift trägt. Es markiert womöglich den Beginn des Alterswerks. ⭐⭐⭐⭐



Mit diesen Effektpedalen lässt sich der Sound großer Gitarristen rekreieren

Ähnlich wie die Gibson Les Paul und Fender Stratocaster haben auch einige Effektpedale einen legendären Ruf. Mit ihnen lassen sich selbst simple Riffs und Melodien in ausladende, eindringliche oder bretternde musikalische Highlights verwandeln. Das sind die Lieblings-Pedals großer Musiker, mit denen sich unschlagbare Signature-Sounds auch zu Hause nachspielen lassen. Jimi Hendrix https://www.youtube.com/watch?v=wqLEg0MsSMQ Dass Jimi Hendrix Spaß am Experimentieren mit Effektpedalen hatte, ist nicht zu leugnen – der Musiker nutzte als einer der ersten Künstler seiner Zeit Pedale, um seinen Songs Multidimensionalität zu verleihen. Insbesondere der Wah-Effekt gehörte zu seinen Favoriten, er kommt in Songs wie „Voodoo Child” zur Geltung. Jack…
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