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Exodus Drohung: MySpace verärgert Independent Labels


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MySpace Music ermöglicht es den Usern, Musik im Stream zu hören oder über den Partner Amazon.com herunter zu laden. Alle vier Major Labels (EMI, Universal, Sony BMG, Warner) sind an dem neuen Service beteiligt, die Independent Labels aber blieben bisher außen vor. Viele der Plattenfirmen möchten aber ähnliche Beteiligungen und drohen jetzt mit dem Abzug ihrer Künstler von der Musikseite.

„Unsere Liebhaber haben uns betrogen, jetzt wird es Zeit für einen Scheidungsanwalt“, so Tom Silvermann, Chef von Tommy Toy Records in einem Statement. Bei der Plattenfirma sind beispielsweise Coolio, Queen Latifah und De La Soul unter Vertrag. MySpace dagegen behauptet, es hätte für alle „die selben Möglichkeiten“ gegeben.

„Unser Problem ist nicht der Anteil der Majors bei der Sache, sondern dass MySpace denkt, wir würden das einfach ohne ähnliche Beteiligungen akzeptieren“, meint Bob Frank, Geschäftsführer bei Koch, dem größten US-Independent Label.MySpace dagegen widerspricht diesen Behauptungen. „Wir sind der Meinung, dass alle Künstler mit der Zeit die Vorteile genießen können. In der Zwischenzeit sind wir jederzeit zu einem Gespräch mit Künstlern, Labels und unabhängigen Vertretern bereit.“

Martin Mills, Geschäftsführer von Beggars, hält dagegen: „Wir glauben, dass Independent Musik und Künstler genauso viel wert sind, wie die der Majors, und werden diesen neuen Service nicht unterstützen bevor es fair zu geht.“ Ein Abzug der Independent Künstler würde MySpace sehr schmerzen.

Alleine Beggars hat Musiker wie Radiohead, MIA oder Vampire Weekend unter seinem Dach. Ob der Scheidungsanwalt wirklich nötig ist, oder MySpace doch noch einlenkt, wird sich zeigen. Für den Fall, dass es zu keiner Einigung kommt, drohen die Independent Labels mit einem Exodus ihrer Künstler auf MySpace.


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