Hommage an die Kunst des Modeschmucks

Modeschmuck als demokratischer Luxus: Ein Bildband zeigt Vielfalt und Geschichte, dazu gibt es eine Buchpräsentation

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Modeschmuck gilt seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Ausdruck eines Luxus für alle. Erschwinglich, vielseitig und für breite Gesellschaftsschichten zugänglich. Die Sammlung von Patrizia Sandretto Re Rebaudengo zeigt, welche Bandbreite diese Schmuckgattung über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat.

Zu einer Zeit, als Europa vom Krieg gezeichnet war, fanden zahlreiche Kunsthandwerker in New York eine neue Heimat. Ihr Fachwissen machte die Stadt in den 1920er- und 1930er-Jahren zum Zentrum des Modeschmucks. Dort gründeten sie Ateliers, die Marken wie Trifari oder Coro zu weltweiter Bedeutung führten.

Materialien wie Lucite oder Bakelit prägten eine neue Ästhetik, die sich klar von traditionellem, „echtem“ Schmuck abgrenzte und ihn zugleich künstlerisch herausforderte. Modeschmuck wurde zur tragbaren Kunstform. Zu einem Medium der Selbstbestimmung und zum visuellen Statement einer Generation.

Ein Blick in die Geschichte eines demokratischen Luxus

Ein neuer Bildband dokumentiert diese Entwicklung. Texte von Carol Woolton und Maria Luisa Frisa begleiten die rund 600 Exponate, die von den 1930er-Jahren bis ins neue Jahrtausend reichen.Modeschmuck bot Frauen schon früh neue Freiheiten. Accessoires als Ausdruck von Individualität, jenseits von finanziellen Hürden. Stars nutzten ihn als Stilmittel, Designer als Experimentierfeld und Subkulturen als identitätsstiftendes Symbol.

  • Costume Jewelry
  • Hardcover, 26.9 x 33.6 cm, 4.49 kg, 528 Seiten
  • EUR 100
  • taschen.com
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Costume Jewelry
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Buchpräsentation „Costume Jewelry“

Buchpräsentation

„Costume Jewelry“ wird von der Herausgeberin und zwei Schmuck-Experten präsentiert: Petra Lamers-Schütze, Regina Herbst und Philipp Demeter erzählen am 3. Dezember um 12.30 Uhr von der Entstehung des Buchs „Costume Jewelry“ im Dorotheum Wien (Dorotheergasse 17, 1010 Wien). Gastgeber ist Martin Böhm.

Taschen Verlag
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