Festivals: Pop Up in Leizpig (07. und 08. Mai)


von

Die Musikwelt als Tapetentisch: Bei der Messe Pop Up, die in diesem Jahr am 07. und 08. Mai im Leipziger Werk II stattfindet, bekommt jeder Aussteller die gleiche Tischgröße zugewiesen. Völlig egal, ob man nun ein Kleinstlabel ist, zu Hause in seiner Freizeit schicke Buttons designt oder aber ein bereits etabliertes Medium präsentiert. Vielleicht liegt darin schon ein Grund, warum dort in jedem Jahr eine wahnsinnig entspannte Stimmung des Austauschs vorherrscht, und man sich immer wieder dabei ertappt, sich eine halbe Stunde an einem Tisch verquatscht zu haben.

In eigenen Worten heißt das von Seiten der Veranstalter: „Leipzig Pop Up will vor allem die ‚independent‘ agierende Szene im Bereich Popmusik/-kultur erreichen, also diejenigen Musik-‚Macher‘ und -‚Beobachter‘, bei denen eine kreative Motivation an erster Stelle steht, und die so Popmusik in all ihren Formen mit neuen Impulsen zu beleben vermögen. Das können zum Beispiel Musiker, Labels, Fans, Agenturen, Clubs oder auch Medien sein. Leipzig Pop Up soll für diese Kennenlernen und Kommunikation abseits von ‚Business‘ und ohne Abhängigkeit von Größe oder Finanzkraft ermöglichen. So sollen derzeit weitgehend brachliegende Netzwerk-Strukturen jenseits der herkömmlichen Musikindustrie belebt, Inhalte über das ‚Produkt‘ Popmusik hinaus wieder attraktiv gemacht, Diskussionen angeregt werden.“

Was naturgemäß ein wenig hochtrabend klingt, wird vor Ort allerdings Jahr für Jahr in die Tat umgesetzt – das wird jeder unterschreiben, der schon mal auf dieser so unbusinessmäßig und charmant aufgezogenen Veranstaltung war.

Zeitgleich zur Messe präsentiert sich natürlich auch die Leipziger Clubszene und präsentiert ein mit den Pop Up-Organisatoren konzipiertes Line-up. In diesem Jahr kann man zum Beispiel in den Räumen des Werk II, im Kultladen Ilses Erika und im eindrucksvollen UT Connewitz folgende Acts zu sehen bekommen: Whale Watching Tour pt. II (feat. Ben Frost, Nico Muhly und Valgeir Sigurdsson), Beat! Beat! Beat!, Yucca, Arms And Sleepers, Mikroboy, Wolf Parade und viele andere.

Ein Highlight dürfe der Auftritt von Neil Hannons The Divine Comedy sein: Der stilsichere Brite wird mit seiner Band und dem neuen Album „Bang Goes The Knighthood“ im UT Connewitz spielen – einem der ältesten Lichtspieltheater Deutschlands, dem man die über 100 Jahre seiner Existenz an allen Ecken und Enden ansieht – was den besonderen Charme dieses Gebäudes ausmacht.

Alle Infos, Messe- und Festivaltickets sowie das vollständige Line-up gibt es auf www.leipzig-popup.de.