Foals: Neuer Track und Neues vom zweiten Foals Album


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Man hatte sie irgendwie immer mit Vampire Weekend zusammengedacht, die „Fohlen“ aus Oxford. Heute fragt man sich ein wenig, woher das eigentlich kommt. Vermutlich lag es am recht ähnlichen Release-Zeitraum – beide Alben erschienen Anfang 2008, Vampire Weekend Ende Januar, die Foals mit „Antidotes“ Ende März 2008. Auch das Auftreten beider Bands ähnelte sich: Auf der amerikanischen Seite der Preppy-Look der New Yorker Columbia University-Studis um Ezra Koenig, und auf der britischen Seite die smart-schnöseligen Foals aus dem schnieken Oxford. Musikalisch gingen sie aber dennoch weit auseinander: Während Vampire Weekend oft auf ihre Afrobeat-Einflüsse runtergebrochen wurden, nannte man den vertrackten, oft Haken schlagenden, cleveren Indierock der Briten Math Rock – eine Bezeichnung, die eigentlich ein wenig zu kalt klingt für diese durchaus mitreißende Musik.

Nun kommen die Foals im Mai mit ihrem zweiten Album zurück, das sie am 12.04. auch live in Berlin im C-Club (ehemals Columbia-Halle) vorstellen werden. Ein Auftritt auf dem Melt!-Festival vom 16. bis zum 18. Juli ist ebenfalls bestätigt. Der erste Song „Spanish Sahara“, der nun samt Video veröffentlich wurde, weckt dabei durchaus Vorfreude, selbst wenn er nicht unbedingt das ist, was man sich erwartet hätte. Was man bei den diversen Live-Premieren des Songs schon gemerkt hat, zeigt die geglättete Studioversion, produziert von Luke Smith (ehemals bei Clor), nun um so mehr: Die Foals geben nicht mehr die zickigen Fohlen, die sie noch bei ihrem Hit „Cassius“ waren (Video siehe unten), sie liefern hier eine traurige, meditative Nummer, die eher an die Eis- und Schneewüste denken lässt, die auch im Video gezeigt wird. Das erinnert fast an ein wenig an Sigur Rós, kommt allerdings nicht ganz so elegisch daher. Und da man sich zu „Spanish Sahara“ auch prima diverse tanzbarere Remixe vorstellen kann, verschenken die Foals gerade einen eigenen auf ihrer Website.