Zu dieser Musik sind die Teams beim WM-Eröffnungsspiel eingelaufen

Mexiko und Südafrika kamen zu ikonischen Klängen zum WM-Auftakt ins Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt.

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Die WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA ist eröffnet. Die Eröffnungsfeier am Donnerstag (11. Juni) brachte spektakuläre Auftritte von Shakira, Burna Boy und sehr viel Latin Music (wer noch mit dabei war, gibt es HIER zu lesen).

Doch der Abend  steht natürlich im Zeichen des Fußballs. Die Auftaktpartie bestreiten Gastgeber Mexiko und Südafrika im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt. Gleich zu Beginn gibt es eine Überraschung: Die FIFA hat entscheiden, dass zur Nationalhymne nicht nur die elf Spieler auf dem Platz auf den Rasen kommen, sondern gleich der ganze Kader. So stehen nun mehr als 20 Spieler im Kreis auf jeder Seite.

Doch spannend ist auch, zu welcher Musik die Teams ins Stadion kamen. Dabei handelt es sich um eine inzwischen bereits legendäre Sport-Hymne, die ursprünglich überhaupt nicht zu diesem Zweck geschrieben wurde. Es ist „Sirius“, das Prologstück aus dem Album „Eye In The Sky“ von Alan Parsons Project aus dem Jahr 1982.

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Die Chicago Bulls machten „Sirius“ berühmt

Dass es längst zu einem Gänsehauteinstieg für Fußball-Mannschaften geworden ist, hat der Sport aber dem Basketball zu verdanken. Die Chicago Bulls wählte „Sirius“ 1984 zu ihrer Begleitmusik vor eigenem Publikum und fanden danach viele Nachahmer.

Tommy Edwards, der damalige Hallensprecher der Chicago Bulls, hörte das Lied zufällig in einem Kino in Chicago als Hintergrundmusik vor dem Hauptfilm. Er war sofort von dem Synthesizer-Riff gefesselt und dachte sich, dass dies die perfekte Musik für die Spielervorstellung der Bulls sein könnte.

Weil es auch im Sport selten Zufälle gibt: 1984 markierte auch das Jahr, in dem sich Michael Jordan den Chicago Bulls anschloss. Das Marketing-Team suchte nach einer spektakulären Möglichkeit, die Heimspiele zu einem echten Event zu machen, dazu gehörte dann der Hit von Alan Parsons Project und der Trick, das Hallenlicht kurz vor dem Spiel komplett abzuschalten.

Längst ist „Sirius“ in den Fußballstadien zu einer sehr beliebten Einlaufmusik geworden. In Deutschland wird der Songs unter anderem von Eintracht Frankfurt, vom FC Augsburg und vom VfL Wolfsburg genutzt. International pushen sich auch Publikum und das Teams von Manchester City mit der Musik.

Was man über den Song wissen muss

Benannt ist der Song übrigens nach dem hellsten Stern am nächtlichen Himmel, auch bekannt als „Hundsstern“. Das berühmte Motiv gestaltete Alan Parsons beim Experimentieren mit einem Clavinet, einem elektrischen Saiten-Keyboard. Hier programmierte er ein kurzes, hämmerndes Ton-Muster. Wer das Album „Eye In The Sky“ vollständig hört, erlebt dann auch, wie „Sirius“ bruchlos in das ebenso zum Erfolg gewordene Titellied übergeht.

Alan Parsons und sein Songwriting-Partner Eric Woolfson bekamen von der US-Sportnutzung anfangs allerdings kaum etwas mit. Erst als Parsons Jahre später ein Bulls-Spiel im Fernsehen sah, realisierte er die Tragweite (und freute sich über die Tantiemen). In Interviews scherzte er oft, dass sein berühmtestes Werk ein Song ist, bei dem niemand singt und das eigentlich nur als kurzes Intro für ein ganz anderes Lied gedacht war.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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