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Folge 8: Steve Smyth. Ein ruheloser Geist


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Bereits in seiner Kindheit war Steve Smyth ein ruheloser Geist. Kaum dass er laufen konnte, wurde er regelmäßig von Nachbarn wieder eingesammelt, nachdem er mal wieder von zu Hause ausgebüxt war. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm Smyth dann in der Kirche seiner südaustralischen Heimatgemeinde, wo er sich nach den Gottesdiensten an den Instrumenten der Kirchenband austoben durfte.

Den letzten Schliff als Musiker verdankt er indes einem Zufall: Der 15-jährige Smyth absolvierte gerade eine Ausbildung als Schreiner, als er auf einer Baustelle einen amerikanischen Gitarristen kennenlernte. Eigentlich hatte Smyth den Mann, der ein Haus weiter wohnte, nur um Strom bitten wollen. Stattdessen jammte er in den folgenden Monaten jede freie Minute mit dem doppelt so alten Gitarristen. „Er hat mir alles über Blues und Bluegrass beigebracht“, sagt Smyth, der bald darauf seine erste eigene Band gründete.

Sein Debüt-Album hat Smyth nun mit befreundeten Musikern in Sydney aufgenommen. Auf „Release“ führt der Sänger und Gitarrist all die offenen Enden seiner musikalischen Sozialisation zusammen, verknüpft den torkelnden Folk der Pogues, den zupackenden Wahn von Screamin’ Jay Hawkins, die emotionale Tiefe von Jeff Buckley mit der elegischen Hingabe des aktuellen Neo-Folk-Movements − ein ingeniöser Stilmix, wie man ihn so noch nicht gehört hat.

„Release“ erscheint zwar nicht bei einer großen Plattenfirma, es deutet aber dennoch vieles darauf hin, dass 2012 ein gutes Jahr für Steve Smyth werden könnte.

Wir stellen Steve Smyth in unserem Artist To Watch Special: 12 für 2012 vor. Hier finden Sie die bisherigen Folgen:


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