Frances Bean Cobain im ROLLING-STONE-Interview: ‚Ich mag Nirvana nicht‘

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Frances Bean Cobain im ROLLING-STONE-Interview: ‚Ich mag Nirvana nicht‘

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Frances Bean erlangte bereits in jungen Jahren traurige Berühmtheit als Tochter des Nirvana-Sängers Kurt Cobain, der sich 1994 das Leben nahm, da war sie gerade einmal eineinhalb Jahre alt.

Die heute 22-Jährige hält sich überwiegend aus der Öffentlichkeit heraus. Umso einzigartiger sind daher die seltenen Momente, in denen sich Frances Bean in einem Interview öffnet. Anlässlich der Dokumentation „Kurt Cobain: Montage of Heck“, bei welcher sie als Produzentin mitwirkte, sprach sie nun mit dem amerikanischen ROLLING STONE und lüftete gleich zu Beginn ein Geheimnis: „Ich mag Nirvana gar nicht so sehr.“

Für viele Fans ist das sicher unvorstellbar, doch Bean erklärt: „Ich stehe mehr auf Mercury Rev, Oasis, Brian Jonestown Massacre. Die Grunge-Szene interessiert mich nicht.“ Aber dennoch kann auch sie sich nicht gänzlich den Werken ihres Vaters entziehen und so räumt sie versöhnlich ein: „Aber ‚Territorial Pissings’ ist ein verdammt gutes Lied. Und ‚Dumb’ – ich weine jedes Mal, wenn ich es höre. Es ist eine unverstellte Version von Kurts Wahrnehmung seiner selbst – seiner selbst auf Drogen, ohne Drogen, mit dem Gefühl zu Unrecht als Stimme einer Generation bezeichnet zu werden.“

Bean rechtfertigt ihre distanzierte Haltung zu der Musik Nirvanas mit der Glorifizierung ihres verstorbenen Vaters: „Er inspirierte die Menschen, ihn auf ein Podest zu setzen, um so zu Saint Kurt zu werden. Er wurde noch größer, nachdem er gestorben war, als zu seinen Lebzeiten.“

Sie erzählt außerdem von einer Zusammenkunft der ehemaligen Bandmitglieder – und von einem Phänomen, das sie „K.C. Jeebies“ nennt: „[…] wenn sie mich sehen, sehen sie Kurt. Sie sehen mich an und du erkennst, dass sie auf einen Geist schauen.“ Dennoch war dieses Erlebnis, Dave Grohl, Krist Novoselic und Pat Smear um sich zu versammeln, etwas Besonderes für Francis. Nach Vollendung der Dokumentation „Montage Of Heck“ konzentriert sich Francis Bean nun auf ihre Kunst: „Ich möchte Bilder malen.“

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