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Gaucho Dance: ‚gigantisches Eigentor‘ – die Pressestimmen


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Miro Klose, André Schürrle, Mario Götze, Shkodran Mustafi, Toni Kroos und Roman Weidenfeller, die gemeinsam im brasilianischen Camp in Bahia eine Wohngemeinschaft gebildet hatten, traten gestern (15. Juli) bei der Siegesfeier am Brandenburger Tor gemeinsam auf und zelebrierten einen Tanz, der den Finalgegner Argentinien verballhornen sollte. „So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so“, sangen sie mit tiefer Stimme im Sextett und gingen dabei gebückt über die Bühne. Nur einen Moment später sprangen sie in die Senkrechte und schmetterten hüpfend die Zeilen: „So gehen die Deutschen, die Deutschen gehen so“.

Diese von der ARD als Gaucho Dance getaufte Show-Einlage ist nicht bei allen Beobachtern als harmloser Scherz durchgegangen. Einige Zuschauer äußerten sich beunruhigt über die Aktion und verstanden sie als unnötiges Nachtreten gegen einen knapp besiegten Gegner. A uch auf der Facebook-Seite von ROLLING STONE gab es dazu heftige Diskussionen.

In den letzten Stunden hat sich auch die Presse mit der Siegersause in Berlin auseinandergesetzt. Dabei ist der Tenor in den meisten Medien ähnlich: Die FAZ nannte die Aktion ein „gigantisches Eigentor“, während die „taz“ urteilte, dass es sich um eine Respektlosigkeit handelte, die davon zeugt, dass der Auftritt der Mannschaft in Berlin „eher nichts mehr von Bescheidenheit hat“ – wie noch der gelobte Umgang mit den brasilianischen Verlierern im Halbfinale der WM. „Zeit Online“ ging noch härter mit den Kickern ins Gericht und bewertete den „Gaucho Dance“ als „peinlich“ und „abwertend“. „Die Welt“ empfand die Vorstellung zwar nicht als Glanzleistung, man müsse ihrer Meinung nach aber „nicht übertreiben“. „Spiegel Online“ sprach von „Verhöhnung“. ROLLING STONE fürchtete: Hoffentlich wird der „Gaucho Dance“ kein Hit.

Was denken Sie über den „Gaucho Dance“? Lustige Aktion, die nun viel zu sehr aufgebauscht wird oder völlig unnötige Geschmacklosigkeit?

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