Genauso Gold: Die wichtigsten Soloalben der Abba-Mitglieder


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2021 meldeten sich die schwedischen Pop-Ikonen Abba mit zwei neuen Songs sowie der Ankündigung für ein neues Album zurück — und das nach vielen Jahrzehnten „Bandpause“. Offiziell aufgelöst hatte sich das schwedische Quartett zwar nie, ging ab 1983 aber getrennte Wege. Dass die einzelnen Mitglieder seit dem aber untätig oder gar erfolglos gewesen wären, kann man definitiv nicht behaupten. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Soloalben und Projekte von Benny Andesrson, Björn Ulvaeus, Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog.

Björn Ulvaeus/Benny Andersson: „Chess“ (Musical)

Abba waren noch nicht lange Geschichte, als sich Benny Andersson und Björn Ulvaeus an die Arbeit für ein Musical machten. Dafür arbeiteten die beiden mit dem bekannten britischen Komponisten Tim Rice zusammen — mit Rice schrieb Ulvaeus die Texte, mit seinem ehemaligen Abba-Kollegen Andersson die Musik. Zu den Stücken des Musicals gehören unter anderem die Klassiker „Bangkok / One Night In Bangkok“ und „I Know Him So Well“. „Chess“ wurde am 14. Mai 1986 im Londoner Prince Edward Theatre uraufgeführt — und das mit großem Erfolg. Später wurde das Musical auch auf dem Broadway erneut aufgeführt — auch hier stieß es auf Begeisterung.

Björn Ulvaeus/Benny Anderrson: „Kristina från Duvemåla“ (Musical)

Es sollte nicht das einzige Musical sein, dass Andersson und Ulvaeus ein gemeinsames Musical schrieben. 1995 feierte „Kristina från Duvemåla“ — ein Musical in ihrer Muttersprache Schwedisch — Premiere, das auf Romanen des schwedischen Autors Vilhelm Moberg basiert. Die Aufführung fand im schwedischen Malmö statt — und das Ergebnis einmal mehr ein Triumph. Zehn Minuten dauerten die ersten Standing Ovations für das Werk, das in puncto Opulenz mancherorts sogar mit dem Werk Richard Wagners verglichen wurde.

Björn Ulvaeus/Benny Andersson: „Mamma Mia“ (Musical)

Alle guten Dinge sind drei: 1999 feierte das Musical „Mamma Mia“ seine Weltpremiere — und zwar im Londoner Prince Edward Theatre, wo schon „Chess“ uraufgeführt wurde. Für „Mamma Mia“ verwendeten Ulvaeus und Andersson Abba-Hits wie „Dancing Queen“, „The Winner Takes It All“ oder „Super Trouper“. Damit konnten die beiden nochmal ein ganzes Stück drauflegen: „Mamma Mia“ gilt als eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt und wird weltweit aufgeführt.

Anni-Frid Lyngstad

1982 veröffentlichte Anni-Frid Lyngstad ihr drittes Solo-Album „Something’s Going On“ — das erste nach dem Ende der Band. Es ist ihr bis heute erfolgreichstes: Platz eins in den schwedischen Charts, Nummer 18 in Großbritannien, Nummer 41 in den USA, in Deutschland erreichte es Platz 12. Noch erfolgreicher als das Album war die Single „I Know There’s Something Going On“, das in der Schweiz den ersten, in Schweden den dritten, in Deutschland den fünften und in den USA den 13. Platz der Singlecharts belegte.

Agnetha Fältskogs

Agnetha Fältskog hatte, wie auch Anni-Frid Lyngstad, bereits vor ihrer Zeit mit Abba Solo-Alben veröffentlicht.  1983 veröffentlichte sie „Wrap Your Arms Around Me“, das in Schweden auf die Eins ging — davor brachte sie ein Weihnachtsalbum auf den Markt. Ihr wohl erfolgreichster Longplayer aber erschien im Jahr 2013: „A“ schaffte zwar keine Pole Position in den Charts, verkaufte dafür aber über 220.000 Exemplare und schaffte es in Schweden auf Platz zwei, in Großbritannien immerhin auf Platz sechs der Charts.

Benny Andersson

Benny Andersson war seit dem Ende von Abba mit vielen verschiedenen Projekten aktiv. Mit seinem Benny Anderson Orkester veröffentlichte er acht Alben, Davon gingen drei auf die Nummer eins der schwedischen Charts, im Ausland war das Projekt zumindest auf Platte kein großer Verkaufsschlager. Von seinen bislang vier Solo-Alben konnte er 2017 mit dem Klavieralbum „Piano“ die größten Charterfolge feiern.